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Neue Kita in Markranstädt wird voraussichtlich 220 000 Euro teurer

Planungskosten, Oberflächenentwässerung: Neue Kita in Markranstädt wird voraussichtlich 220 000 Euro teurer

„Holprig“, „unglücklich“: Der geplante Neubau der Kita am Bad läuft nicht so rund, wie sich das im Vorfeld auch die Stadt selbst vorgestellt hat. Das Rathaus hat jetzt einen Strich gezogen, wie das Projekt aktuell steht.

Auf diese inzwischen weitgehend geräumte Freifläche neben dem JBZ (hinten im Bild) soll die neue Kita gebaut werden. Baustart könnte nach neuesten Infos im Herbst sein.

Quelle: André Kempner

Markranstädt. „Holprig“, „unglücklich“: Der geplante Neubau der Kita am Bad läuft nicht so rund, wie sich das im Vorfeld auch die Stadt selbst vorgestellt hat. Das Rathaus hat jetzt einen Strich gezogen, wie das Projekt aktuell steht.

Wie berichtet, waren zwar Ende Februar die Bauunterlagen zur Genehmigung beim Landratsamt eingereicht worden. Das sah jedoch noch Klärungsbedarf, forderte Unterlagen nach. Wie die Erste Beigeordnete Beate Lehmann nun den Stadträten erklärte, habe es sich dabei um Angaben zur Oberflächenentwässerung, zum Waldumwandlungsverfahren mit einem Artenschutzgutachten für den Standort im Park sowie eine Korrektur des Schallschutzgutachtens gehandelt. Am 26. Mai seien diese Papiere nachgereicht worden. „Eine Vollständigkeitsbescheinigung steht noch aus“, so Lehmann.

Eine Bearbeitungszeit von drei Monaten, eventuell etwas länger wegen der Brandschutzprüfung, sei in Aussicht gestellt worden. Bürgermeister Jens Spiske (FWM) geht daher davon aus, dass sich der erste Spatenstich weiter verzögert, voraussichtlich nicht im September sondern im Oktober vorgenommen werden kann. Lehmann rechnet mit einer Fertigstellung Ende September 2017.

Auch die Kostenberechnung schrieb das Rathaus fort. Gegenüber den Angaben von Ende Dezember vorigen Jahres (1,64 Millionen Euro) wird nun von einer Gesamtinvestition in Höhe von 1,86 Millionen Euro ausgegangen. Die Mehrkosten von rund 220 000 Euro sind vor allem bislang unberücksichtigt gebliebene Planungskosten und Spezialplanungsleistungen in Höhe von gut 90 000 Euro, der Bau einer Regenwasserrückhalteanlage mit rund 46 000 Euro und gestiegene Aufwendungen für Gründung und Rohbau in Höhe von 70 000 Euro. Hier hatte laut Rathaus das Baugrundachten erst nach der Kostenberechnung vorgelegen, deutlichen Mehraufwand gesehen.

Gutachterkosten von gut 10 000 Euro sowie eine von den Stadtvertretern vorgeschlagene Umgestaltung des Multifunktionsraums der Kita (knapp 15 000 Euro) tragen zusätzlich zur Verteuerung bei.

Entgegen ersten Meinungen geht Spiske nun nicht mehr davon aus, durch Einsparungen an anderen Stellen die Mehrkosten wieder aufzufangen. Das sieht auch Lehmann so: „Es ist nicht zu erwarten, dass mögliche Kostenreduzierungen im Bereich Innenausbau, Fenster, Türen, Haustechnik und Ausstattung zu einer vollständigen Kompensierung der Mehrkosten führen“, erklärte sie den Stadträten. Dennoch soll als nächster Schritt nach Einsparungspotenzial geschaut werden, bevor vom Stadtrat noch zusätzliche Gelder verlangt werden. Im Rathaus hat Spiske schon intern die Losung herausgegeben, dass nun nichts weiteres mehr passieren darf.

Wie berichtet, gab es in jüngster Zeit eine Reihe von Bauprojekten der Stadt, die allesamt teurer wurden. Ein Ausschuss bemüht sich gerade, den Grund der Mehrkosten von 43 Prozent etwa beim Grundschulanbau herauszufinden. Die Stadt will sich inzwischen von der langjährigen Bauamtsleiterin trennen.

Von Jörg ter Vehn

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