Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 9 ° heiter

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Neue Pläne für den alten König-Albert-Park

Bei Ausstellung angekündigt: Neue Pläne für den alten König-Albert-Park

Gute Nachrichten rund um den ehemaligen König-Albert-Park, auch Stadtpark genannt: Das Rathaus plant, die großzügige Grünanlage langfristig wieder herzurichten. Das kündigte Bürgermeister Jens Spiske (Freie Wähler) bei der Ausstellungseröffnung mit historischen Aufnahmen zu dem Areal im Bürgerrathaus am Donnerstagabend an

Der König-Albert-Park westlich vom Stadtzentrum war früher ein Schmuckstück, wie eine neue Ausstellung im Rathaus belegt. Stadthistorikerin Hanna Kämmer erläutert hier Bürgermeister Jens Spiske (l) einige alten Ansichtskarten, Heimatvereinschef Rainer Schröder schaut zu.

Quelle: Jörg ter Vehn

Markranstädt. Gute Nachrichten rund um den ehemaligen König-Albert-Park, auch Stadtpark genannt: Das Rathaus plant, die großzügige Grünanlage langfristig wieder herzurichten. Das kündigte Bürgermeister Jens Spiske (Freie Wähler) bei der Ausstellungseröffnung mit historischen Aufnahmen zu dem Areal im Bürgerrathaus am Donnerstagabend an.

Details wie etwa zur Finanzierung und zum Zeitrahmen nannte Spiske nicht. Er erklärte lediglich, dass ein Planer jetzt bereitstehe, um den Park, aber auch den Promenadenring sowie die Begrünung der Bahnlärmschutzwände anzugehen. Sicher werde auch die künftige Gestaltung des Albert-Parkes an die heutigen Gegebenheiten anzupassen sein, erläuterte Spiske. Ein Stadtratsbeschluss zu irgendwelchen Arbeiten im Park liegt bislang nicht vor – lediglich zur Kita, die die Stadt gerade auf einer Teilfläche des früheren Parkes errichten lässt.

So wird der Heimatverein sicher mit seiner Maßnahme zum Erhalt des Areals schneller sein. Der Vorsitzende Rainer Schröder erklärte, der Verein wolle das Bismarck-Denkmal im Park wieder herrichten. Unter anderem müsse eine neue Tafel mit dem Konterfei des Reichskanzlers angefertigt werden. Ein Vereinsmitglied habe dafür bereits Kontakt zur Familie von Otto von Bismarck aufgenommen und Details besprochen, sagte Schröder. „Das Erfreuliche: Wir benötigen nur noch etwa 2500 Euro für alles und würden uns über Spenden dazu freuen“, so der Vorsitzende. Die Kontaktdaten sind im Internet unter www.mh-ev.-de zu finden.

Das Denkmal ist nur ein Teil des dereinst stolzen Parkes, der nach dem 1902 verstorbenen, beim Volk beliebten sächsischen König Albert benannt worden war. Auf einer Fläche von 85 000 Quadratmetern hatten die Stadtväter den Park mit Bänken, Blumenrabatten, Spielplätzen und mehr für Freizeit und Erholung errichten lassen. Eine große Festwiese und ein Platz für Veranstaltungen sollten hinzukommen. Später wurden die Pläne um einen Sportplatz, ein Schwimmbad und einen Rodelberg erweitert. Der Erste Weltkrieg verzögerte viele Arbeiten, die Weltwirtschaftskrise danach ebenso.

Über eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme aus Dresden sei es 1926 jedoch gelungen, das Bad und ein Jahr später auch das Stadion fertigzustellen, erläuterte Stadthistorikern Hanna Kämmer die Ausstellung. Sie bedauerte, dass es auch damals schon Zeitgenossen gegeben habe, die Dinge zerstörten. So verwand bereits 1925 der schöne Brückensteg über den Teich und auch der Aussichtsturm war frühzeitig wieder verschwunden, wurde nicht wieder aufgebaut. Noch 1972 seien Volieren an dem früheren Teich errichtet worden, aber Enten und die Rehe eines Geheges später getötet aufgefunden worden, sagte Kämmer. Danach sei nichts mehr am Park getan, auch die Pflege weitgehend eingestellt worden.

Der Park ist heute eher Wald. Das Rosarium wird gern von Paaren zu Fotos genutzt. Die Gesellschaften würden allerdings mit den Autos ganz ranfahren und nur noch mehr zerstören, so Schröder.

Von Jörg ter Vehn

Markranstädt 51.301563608132 12.220160004755
Markranstädt
Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Markranstädt
  • LVZ-Sommerkino im Scheibenholz
    LVZ Sommerkino im Scheibenholz: Alle Infos zu Filmen, Ticketverkauf und dem Rahmenprogramm.

    Das LVZ-Sommerkino lud wieder zu unterhaltsamen Filmabenden ins Scheibenholz ein. Sehen Sie hier einen Rückblick in Fotos und Geschichten. mehr

  • Zeitung in Schulen

    Herzlich willkommen bei den Schulprojekten der Leipziger Volkszeitung und ihrer Regionalausgaben. mehr

  • LVZ-Fahrradfest 2017
    Logo LVZ-Fahrradfest

    Das 13. LVZ-Fahrradfest lud am 14. Mai 2017 wieder Radler ein, gemeinsam in die Pedalen zu treten. Fotos, Videos und Infos finden Sie in unserem Sp... mehr

Blättern Sie in der prall gefüllten Veranstaltungsbeilage und entdecken Sie die Termine aus unserer Region. mehr

  • Jahrtausendflut 2002

    Entlang von Mulde, Elbe und Pleite brach im August 2002 eine verheerende Flutkatastrophe herein. Die LVZ zeigt eine Bestandsaufnahme. mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr

  • Sparkassen Challenge
    Logomotiv der Sparkassen Challenge 2017

    "Sport frei!" heißt es auch 2017 bei zahlreichen Wettkämpfen der Sparkassen-Challenge. Alle Events mit vielen Fotos finden Sie hier! mehr

  • Gutes von hier

    Das regionale Schaufenster mit Produkten und Dienstleistungen aus dem Leipziger Raum - von traditionell bis innovativ. Gutes von hier eben! mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten LVZ das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Digital Abo

    "LVZ Digital Abo" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kön... mehr