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Markranstädt Neue Pläne für den alten König-Albert-Park
Region Markranstädt Neue Pläne für den alten König-Albert-Park
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07:00 10.06.2017
Der König-Albert-Park westlich vom Stadtzentrum war früher ein Schmuckstück, wie eine neue Ausstellung im Rathaus belegt. Stadthistorikerin Hanna Kämmer erläutert hier Bürgermeister Jens Spiske (l) einige alten Ansichtskarten, Heimatvereinschef Rainer Schröder schaut zu.
Markranstädt

Gute Nachrichten rund um den ehemaligen König-Albert-Park, auch Stadtpark genannt: Das Rathaus plant, die großzügige Grünanlage langfristig wieder herzurichten. Das kündigte Bürgermeister Jens Spiske (Freie Wähler) bei der Ausstellungseröffnung mit historischen Aufnahmen zu dem Areal im Bürgerrathaus am Donnerstagabend an.

Details wie etwa zur Finanzierung und zum Zeitrahmen nannte Spiske nicht. Er erklärte lediglich, dass ein Planer jetzt bereitstehe, um den Park, aber auch den Promenadenring sowie die Begrünung der Bahnlärmschutzwände anzugehen. Sicher werde auch die künftige Gestaltung des Albert-Parkes an die heutigen Gegebenheiten anzupassen sein, erläuterte Spiske. Ein Stadtratsbeschluss zu irgendwelchen Arbeiten im Park liegt bislang nicht vor – lediglich zur Kita, die die Stadt gerade auf einer Teilfläche des früheren Parkes errichten lässt.

So wird der Heimatverein sicher mit seiner Maßnahme zum Erhalt des Areals schneller sein. Der Vorsitzende Rainer Schröder erklärte, der Verein wolle das Bismarck-Denkmal im Park wieder herrichten. Unter anderem müsse eine neue Tafel mit dem Konterfei des Reichskanzlers angefertigt werden. Ein Vereinsmitglied habe dafür bereits Kontakt zur Familie von Otto von Bismarck aufgenommen und Details besprochen, sagte Schröder. „Das Erfreuliche: Wir benötigen nur noch etwa 2500 Euro für alles und würden uns über Spenden dazu freuen“, so der Vorsitzende. Die Kontaktdaten sind im Internet unter www.mh-ev.-de zu finden.

Das Denkmal ist nur ein Teil des dereinst stolzen Parkes, der nach dem 1902 verstorbenen, beim Volk beliebten sächsischen König Albert benannt worden war. Auf einer Fläche von 85 000 Quadratmetern hatten die Stadtväter den Park mit Bänken, Blumenrabatten, Spielplätzen und mehr für Freizeit und Erholung errichten lassen. Eine große Festwiese und ein Platz für Veranstaltungen sollten hinzukommen. Später wurden die Pläne um einen Sportplatz, ein Schwimmbad und einen Rodelberg erweitert. Der Erste Weltkrieg verzögerte viele Arbeiten, die Weltwirtschaftskrise danach ebenso.

Über eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme aus Dresden sei es 1926 jedoch gelungen, das Bad und ein Jahr später auch das Stadion fertigzustellen, erläuterte Stadthistorikern Hanna Kämmer die Ausstellung. Sie bedauerte, dass es auch damals schon Zeitgenossen gegeben habe, die Dinge zerstörten. So verwand bereits 1925 der schöne Brückensteg über den Teich und auch der Aussichtsturm war frühzeitig wieder verschwunden, wurde nicht wieder aufgebaut. Noch 1972 seien Volieren an dem früheren Teich errichtet worden, aber Enten und die Rehe eines Geheges später getötet aufgefunden worden, sagte Kämmer. Danach sei nichts mehr am Park getan, auch die Pflege weitgehend eingestellt worden.

Der Park ist heute eher Wald. Das Rosarium wird gern von Paaren zu Fotos genutzt. Die Gesellschaften würden allerdings mit den Autos ganz ranfahren und nur noch mehr zerstören, so Schröder.

Von Jörg ter Vehn

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