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Markranstädt Neuer Leiter, neue Pläne – und alte Fragen
Region Markranstädt Neuer Leiter, neue Pläne – und alte Fragen
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08:00 10.03.2018
Das Stadtbad Markranstädt soll über das Förderprogramm saniert werden. Quelle: Andre Kempner
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Markranstädt

Städtebauförderung 2.0, neuer Fachbereichsleiter, aber alte Toilettenfrage: Über eine Reihe von Themen diskutierte der Stadtrat von Markranstädt am Donnerstagabend. Hier die wichtigsten:

– André Schwertner wird neuer Fachbereichsleiter I (Bürgerservice) im Rathaus. Die Stadträte wählten den 40-jährigen Juristen aus Leipzig mit deutlicher Mehrheit im nicht-öffentlichen Teil. Er soll die Stelle der bisherigen Fachbereichsleiterin Ursula Wagner besetzen, die Ende März in den Ruhestand geht, vor ein paar Tagen bereits ihren letzten Arbeitstag hatte. Der Fachbereich kümmert sich um Ordnungsamt, Straßenverkehrsrecht, Feuerwehr, Bürgerservice, Hauptamt, führt die Aufsicht über das Standesamt und kümmert sich um die Durchführung von Wahlen. Schwertner arbeitet derzeit bei der Verwaltung des Burgenlandkreises, diente vorher zehn Jahre bei der Bundeswehr. Auf die Stelle hatten sich 17 Bewerber gemeldet, vier waren in die engere Wahl gekommen, nur zwei letztlich zur Vorstellungsrunde vor den Räten erschienen. Der Markranstädter Rechtsanwalt Michael Urlaub (59), der zugleich für die Freien Wähler im Stadtrat sitzt wie Bürgermeister Jens Spiske, unterlag am Ende bei der Wahl.

– Im Gewerbegebiet Ranstädter Mark entsteht ein Friseursalon. Nach ungewöhnlich langer Diskussion entschieden sich die Stadträte mit 13 Ja- und vier Gegenstimmen für den Verkauf eines Grundstückes, auf dem derzeit noch Ute Riedel ihre Kaninchen untergebracht hat (die LVZ berichtete). An der Verkaufsvorlage aus dem Rathaus gab es nur wenig Kritik, wohl aber zu den weiteren Umständen im Gewerbegebiet, in der sogar angeblich eine Wohnvilla entstanden ist. Wie berichtet, hatte das Rathaus im Vorjahr hingegen vier Pächtern von kleinen Grünflächen gekündigt, weil diese gegen die Regeln des Gewerbegebietes verstießen und das Land nur privat und ohne Gewerbe nutzten. Stadtrat Jens Schwertfeger (CDU) brachte es auf den Punkt: „Wir als Stadträte müssen ehrlich sein, unseren Beschlüssen treu bleiben.“ Er sei daher für das Ansiedeln von Gewerbe wie dem Friseursalon. Gleichwohl müsse mit Kontrollen eventuellen Fehlentwicklungen begegnet werden.

– Zwei Flurstücke mit 13 000 Quadratmetern Fläche in Quesitz, aktuell zumeist mit Wochenendhäuschen genutzt, wechseln in den Besitz der Stadt. Der Kauf sei vor dem Hintergrund der dort geplanten Umgehungsstraße wichtig, betonte Bürgermeister Jens Spiske (FWM).

– Das bisherige Fördergebiet „Neues Zentrum“ für das Städtebauprogramm „Aktive Stadt und Ortsteilzentren“ soll deutlich vergrößert werden, unter anderem auch das Stadtbad, das Stadion, den König-Albert-Park, die ehemalige Katholische Kirche sowie die Gründerzeithallen in der Ziegelstraße umfassen. Wie berichtet, erhofft sich die Stadt dadurch Fördergelder zur Sanierung der dort liegende Objekte. Es gebe positive Signale dazu aus dem sächsischen Innenministerium, erklärte Spiske. Auf Anfrage einiger Räte, warum nicht auch die weiteren Sportflächen am Stadion wie die Tennisplätze und der Rodelberg dazu zählen könnten, antwortete Bauamtsleiterin Sven Pleße, man habe sich mit dem Fördergebiet schon weit aus dem Fenster gelehnt, mehr werde kaum gehen.

– Von Anfang an war an der neuen Promenade am Westufer des Kulkwitzer Sees eine Toilette geplant. Bekanntlich ist dort viel entstanden - nur eben kein WC. Auf eine Bürgeranfrage dazu antwortete Spiske, es gebe einen ernsthaften Interessenten für ein Café (samt Toiletten) oberhalb des barrierefreien Badeeinstiegs. Er hoffe, den Räten bis Mitte des Jahres „handfeste Pläne“ dafür vorlegen zu können.

Von Jörg ter Vehn

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