Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Markranstädt Neuer Treff für Teenagermütter in Markranstädt geplant
Region Markranstädt Neuer Treff für Teenagermütter in Markranstädt geplant
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:05 19.05.2015

Eine sensible Aufgabe.

Veronika Werner, im Ort besser unter ihrem Spitznamen "Vroni" bekannt, kann sich gut in die jungen Mädchen hineinversetzen. Schließlich sei sie selbst relativ jung Mutter geworden, erzählt sie. Damals, zu DDR-Zeiten, sei es gar nicht so selten gewesen, mit 18 Jahren ein Kind zu bekommen. "Und ich weiß trotzdem noch gut, wie froh ich war, wenn ich jemanden zum Reden hatte", sagt "Vroni".

Genau darum gehe es ihr bei dem neuen Treff, den sie "Krabbelmäuschengruppe" nennen will. Sie wolle den jungen Mädchen Ansprechpartner sein und bei allen anstehenden Fragen helfend zur Seite stehen. "Schule, Lehrstelle, Berufswahl - viele wissen doch gar nicht, wie es weitergehen soll", erklärt sie. Sie kenne viele Leute in Markranstädt und Umgebung, und könne helfen, Kontakte zu knüpfen, ist sie sich sicher.

Wie groß der Bedarf tatsächlich in Markranstädt für den neuen Treff sein dürfte, ist unklar. Schulsozialarbeiter Björn Bartling erklärte gestern, er kenne aktuell zwei minderjährige Schülerinnen, die zugleich Mutter sind. Er habe aber das Gefühl, dass die Netzwerke der Stadt gut funktionieren, und etwa die Ärzte im Falle eines Falles die Betroffenen auch an die entsprechenden Beratungsstellen vermitteln. Gleichwohl gebe es sicher auch minderjährige Mütter, die von außerhalb kommen.

In Markranstädt gebe es alles, auch minderjährige Mütter - und gar nicht mal so wenige, hieß es unlängst am Rande einer Stadtratssitzung. Dort erklärte sich denn auch ein Arzt gerne bereit, in seiner Sprechstunde Betroffenen einen Hinweis auf das neue Gesprächsangebot von Veronika Werner zu geben.

Bei ihrer früheren Arbeit im Freibad habe sie den Bedarf für einen solchen Treff schon kennen gelernt, erzählte "Vroni". Da habe sie auch gemerkt, wie wichtig eine solche Anlaufstelle für die jungen Mütter sein könnte. Eigentlich habe sie den Kreis ja auch schon im Vorjahr aufbauen wollen, dann sei aber etwas dazwischen gekommen. Inzwischen habe sie einen ersten Kontakt aufgenommen zu Betroffenen.

"Das Schwierigste wird sicher sein, die jungen Mütter zu bewegen, in den Club zu kommen", meint sie. Überhaupt den Kontakt herzustellen zu den jungen Mädchen sei ja schon schwierig. "Es darf sich ja niemand dazu äußern", weiß sie zum Thema Datenschutz. "Vroni" hofft daher, dass sich über die Zeitung und weitere Leute im Ort das neue Angebot nach und nach herumspricht.

Erfahrung mit einem Müttertreff hat Veronika Werner. Das "Schnatterinchen-Frühstück" im Mehrgenerationenhaus im Weißbachweg, das seit einigen Jahren Anlaufpunkt vieler Frauen ist, habe sie ins Leben gerufen, erzählt die resolute Frau. Dieser Familientreff findet freitags ab 9 Uhr im Weißbachweg 1 statt.

Das neue Angebot sei eine Ergänzung und natürlich mit der Stadt abgesprochen, erklärt Werner. Die Gesprächsrunde für die Teenagermütter werde es immer am ersten Mittwoch eines Monats von 10 bis 12 Uhr im Jugendbegegnungszentrum neben dem Freibad geben. "Der Start ist für den 5. Juni vorgesehen", erzählt sie.

Wer Fragen zu dem Treff vorab hat, kann Veronika Werner auch telefonisch im Jugendbegegnungszentrum unter Ruf 034205 417228 erreichen. Per E-Mail geht es auch unter der Adresse jugendarbeit.markranstaedt@gmail.com. Jörg ter Vehn

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 07.05.2013

terVehn

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Photovoltaik-anlagen der Stadt Markranstädt auf der Stadthalle, dem Sportcenter und dem Schulkomplex in der Parkstraße sind für die Stadt offenbar ein gutes Geschäft und werden sich früher amortisieren als geplant.

19.05.2015

Eine großzügig angelegte Treppenanlage mit seitlich angebrachten Rampen für Behinderte entsteht ab Mitte Mai am Kulkwitzer See. Das Bauwerk zur touristischen Erschließung des Gewässers soll in der Verlängerung der Karlstraße, ab dem Kreuzungspunkt mit der neuen Uferpromenade, errichtet werden, wo der Bebauungsplan auch ein Café erlaubt.

19.05.2015

Die gute Nachricht: Die Leipziger Straße wird nach Jahren des Wartens umgebaut, zum Boulevard umgestaltet. Die schlechte: Es geht erst im August los, dauert bis 2014. Stadt und Planer erläuterten am Montagabend die Pläne.

19.05.2015
Anzeige