Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Markranstädt Neues Wappen ab 1. April: Rossi steht künftig für Markranstädt
Region Markranstädt Neues Wappen ab 1. April: Rossi steht künftig für Markranstädt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
23:59 31.03.2014

Weil es immer mehr Bürgern, Vereinen und den Freiwilligen Feuerwehren der 17 Ortsteile schwer falle, sich mit diesem Wappen zu identifizieren, soll nun ein Neues her. Heute, am 1. April, stellt die Stadt ihr neues vor: Rossi, Ziegenbock aus dem Outback des Richtungswechsel-Vereins, soll das Wappen zieren.

Ein Entwurf der Verwaltung zeigt bereits den Wappenvorschlag im so genannten Corporate Design der Stadt. In der Rathausfarbe Grün gedruckt und mit dem typischen Moiré-Muster hinterlegt, schaut Rossi optimistisch nach links. Lediglich die Hörner sind gegenüber dem Original gestutzt. Die erste Skizze gelte als "Diskussionsgrundlage", so das Rathaus.

Das Umdenken weg vom historischen Wappen, der moderne Ansatz der Gestaltung, selbst die Wahl der lebenden Figur, die jeden Tag Besuch von Dutzenden Kindergartenkindern erhält, sind Ausdruck des seit Jahren laufenden Stadtmarketingprozesses als auch der neuen Führung im Rathaus. "Aufgrund der Beliebtheit des Ziegenbocks Rossi und der Eigenschaften des Tieres hat man sich entschieden, einen Ziegenbock als Wappentier zu verwenden", erklärt das Rathaus. Denn in der Tierwelt gälten Ziegen als relativ robuste Tiere, die sich gut in der Umgebung fortbewegen und anpassen können. "Aber auch die besondere Art mit Problemen umzugehen und das Durchsetzungsvermögen empfehlen das Tier als Wappentier für Markranstädt", heißt es in der heute verbreiteten Erklärung der Stadt. Geplant sei, Rossi auch bei Veranstaltungen als lebendes Wappentier zu Repräsentationszwecken einzusetzen.

Das neue Wappen ruft bereits erste Kritiker auf den Plan. So tönte die konservative Ecke bereits ob des Wechsels, sprach von "Frevel" und "modernistischem Firlefanz". Böse Stimmen meinen, in dem Bock gar gewisse Ähnlichkeiten mit dem neuen Stadtchef zu sehen - beide seien Bartträger. Die Linke begrüßte die Idee, betonte die inhaltliche Nähe von Bock und Bergen in Markranstädt. Unterdessen hat sich bei Facebook bereits eine Fanseite der Umweltschützer gegründet. Sie fordern unter dem Motto "Freiheit für Rossi" die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit. Das Rathaus will heute, am 1. April, weiter Stellung zu seiner Entscheidung beziehen, verweist auf geltende Beschlüsse, etwa darauf, dass die Stadt bereits seit einem Jahr für Rossi eine Tierpatenschaft übernommen hat.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 01.04.2014

Anmerkung der Redaktion: Bei diesem Beitrag handelt es sich um einen Aprilscherz!

Jörg ter Vehn

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

In Markranstädt wurden am Sonnabend Jahrgangsbäume für die 2013 geborenen Babys gepflanzt. Erstmals nicht an einem Standort, sondern zeitgleich an sieben verschiedenen in Markranstädt, den Ortsteilen Göhrenz, Großlehna, Quesitz, Frankenheim, Kulkwitz und Räpitz.

31.03.2014

[gallery:700-NR_LVZ_GALLERY_31667]Markranstädt. Ein Fest besonderer Art erlebte Markranstädt gestern: ein Fußballfest! Der Deutsche Fußball Bund (DFB) hatte zum Treff der deutschen U16-Nationalmannschaft mit der aus Tschechien gerufen - und 1750 Gäste strömten ins Stadion am Bad.

27.03.2014

Der Technische Ausschuss von Markranstädt gab diese Woche grünes Licht für einen behindertengerechten Badesteg am Kulkwitzer See. Er soll in Verlängerung der Rampenanlage gebaut werden, die im Vorjahr entstand und in Serpentinen herunter ans Gewässer führt.

26.03.2014