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Markranstädt Oberschüler werkeln wieder
Region Markranstädt Oberschüler werkeln wieder
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15:01 19.05.2015
In diesen Tagen findet der Werkunterricht erstmals im neu eingerichteten Raum im Untergeschoss der Markranstädter Oberschule statt. Einst wurde hier das Mittagessen gekocht, heute können 16 Schüler sägen, bauen und Handarbeiten machen. Quelle: André Kempner

Hinzu kamen noch einmal 20 000 Euro für die Erneuerung der Jungen-Toiletten.

Dort, wo zukünftig die Schüler zu Säge, Hammer und auch mal zu Stricknadeln greifen, wurde vor einigen Jahren noch gekocht. Doch seit die Schule mit Mittagessen beliefert wird, standen in der Großküche Töpfe und Kochlöffel still. Der gekachelte Raum musste in den vergangenen Monaten von Grund auf saniert werden, alles kam raus, was nicht mehr zu gebrauchen war. Elektroinstallationen, Waschbecken, Innenwände wurden rundum erneuert. "Die größte Herausforderung war es, die Elektro- und Versorgungsleitungen speziell so zu sichern, dass der Brandschutz gewährleistet ist", erklärt Heike Helbig von der Stadtverwaltung. Zudem habe der Raum eine Fußbodenheizung bekommen, die unabhängig von der Heizung im gesamten Schulhaus bedient werden kann. Denn auch im Sommer könnte es im Untergeschoss recht kühl sein.

Die Umwandlung der Großküche in einen Werkraum schlug mit etwa 30 000 Euro zu Buche. Fast die gleiche Summe kam noch einmal für die Ausstattung hinzu. 16 Arbeitsplätze sind entstanden, an jedem von ihnen gibt es Werktische mit speziellen Schubkästen, in denen alle Werkzeuge sicher untergebracht werden. Jeder Tisch hat außerdem einen Elektroverteiler erhalten, in die elektrische Geräte wie Bohrer und Säge eingestöpselt werden. Zum Inventar gehören weiterhin eine Tischkreissäge, eine Laubsägemaschine, eine Bandtellerschleifmaschine und ein Spezialsauger. "Bis Weihnachten müssen wir jetzt noch dem Landratsamt Bescheid sagen, dass die Räume fertig und in die Testphase gegangen sind", sagt Helbig weiter.

In der Oberschule wurden in den vergangenen Wochen auch die Sanitäranlagen für die Jungen saniert. "Hier ist viel mit Edelstahl gearbeitet worden", betont Helbig. Die Wände hätten eine entsprechende Verkleidung erhalten, Waschbecken wurden durch Edelstahlwannen ersetzt. Seit Anfang des Schuljahres habe es in diesen Räumen keinen Vandalismus gegeben, "hier traut sich keiner, weil es so schick aussieht", vermutet Helbig.

Insgesamt flossen rund 80 000 Euro in die Baumaßnahmen an der Oberschule. "Da wir keine Fördermittel bekommen haben, musste die Summe von der Stadt allein getragen werden", betont Helbig. Weitere Vorhaben gibt es derzeit nicht, lediglich der Lehrer-freie Raum sei noch in Planung.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 14.12.2013
Julia Tonne

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