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Markranstädt Odyssee zum eigenen Personalausweis
Region Markranstädt Odyssee zum eigenen Personalausweis
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17:51 07.01.2010
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Markranstädt

Vor einigen Tagen konnte sie nun in Markranstädt einen Antrag dafür ausfüllen. „Ich brauche einen Ausweis, den ich vorzeigen kann, wenn ich zum Beispiel mit der Karte in Spanien zahle“, erklärte van Kann, die auf Mallorca im Friseursalon ihres Freundes mitarbeitet. Die 38-Jährige meldete sich 1997 aus Deutschland ab und hat ihren festen Wohnsitz heute auf der Insel. Dort allerdings erhalten die Residenten nicht länger eine Identifikationskarte wie bislang. „In Spanien muss man den Nachweis täglich vorlegen, und dann immer den Reisepass aus der Tasche zu holen, ist umständlich, weil er so unhandlich ist“, erläuterte van Kann ihren Wunsch. Von der Aachener Stadtverwaltung ist das Anliegen allerdings zurückgewiesen worden. Für im Ausland lebende Bürger ist die Botschaft zuständig, sei ihr gesagt worden, berichtete die Residentin. „Die wiederum stellt aber nur den Reisepass aus“, erläuterte sie. Begründet worden sei dieses Prozedere mit der starken Nachfrage von Deutschen, die ihren Wohnsitz in den Niederlanden und Belgien haben. „Der Ausweis wird nun beantragt wie für jeden Bürger, der seinen Wohnsitz in Deutschland besitzt – mit der kleinen Besonderheit, dass vermerkt wird „ohne Anschrift im Inland“, erklärte dagegen Mathias Hanich, Mitarbeiter des Bürgerbüros in Markranstädt, der erleichterten Frau. Deren Mutter Agathe Zechling van Kann wohnt in Frankenheim und hatte sich ans Markranstädter Rathaus gewandt. Die Verwaltungsmitarbeiter stimmten sich vorher beim Staatsministerium des Inneren ab. Dieses bestätigte, dass „die Personalausweisbehörde im Inland für im Ausland lebende Deutsche zuständig ist, in deren Zuständigkeitsbereich sich der Ausweisbewerber aufhält“. Die Behörde hatte in der Frage der Anschrift weiter auf das Protokoll der Bund-Länder-Besprechung der Pass- und Personalausweisreferenten von 2002 verwiesen, wonach laut Tagesordnungspunkt 9/6 der Vorschlag „ohne Wohnanschrift im Inland“ allgemein befürwortet wurde, wie Claudia Lutz aus der Stadtverwaltung mitteilte. Nach dem Verwaltungsakt ist die 38-Jährige werdende Mutter inzwischen wieder auf die Insel zurückgekehrt und dürfte bald das begehrte Dokument zücken, wenn der Ausweis in Spanien mal wieder gefragt ist.

Kendra Reinhardt

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