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Markranstädt Oldtimer-Brummis besuchen Frankenheim
Region Markranstädt Oldtimer-Brummis besuchen Frankenheim
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13:53 19.05.2015
Hingucker: Die S4000-Zugmaschine, früher der Kohlelaster in Leipzig schlechthin, und der sanierte Hänger mit der Firmengeschichte von Frank Fahrzeugbau. Quelle: Privat

Firmensenior Klaus Frank ist selber Oldie-Fan, kurvt mit einem historischen S4000 samt Hänger bei der West-Ost-Tour mit.

"Es ist der typische Lastwagen der früheren Kohlehändler von Leipzig", erklärt der 71-Jährige. Der S4000 in der Zugfahrzeugversion samt Hänger habe gerade mal 90 PS, fahre maximal 55 Stundenkilometer schnell, habe eine Reichweite von 200 Kilometern. Was zum Kohle ausliefern in der Großstadt genügte, bringt ihm bei der gut einwöchigen Reise ein kleines logistisches Problem: Bei der Tour, die am 11. September in Frechen bei Köln startet und über Hünfeld, Schweinfurt, Pilsen, Hof, Görlitz und Leipzig bis zum 19. September ans Brandenburger Tor nach Berlin führt, müssen Frank und sein Fahrerkollege die Tankanzeige sehr genau im Blick haben, auf den Abstand der Tankstellen achten.

Frank hatte sich nach Bekanntwerden der Tour dafür stark gemacht, dass die Reise auch über Leipzig fährt. "Bei einer Tour zur Deutschen Einheit muss doch die Heldenstadt dabei sein", meinte er. Frank gilt etwas in der Branche: Sein Unternehmen feiert in diesem Jahr 50. Jubiläum, hat genau 25 Jahre in Ost und in West überlebt, sich stetig weiter entwickelt. Eindrucksvoll war auch Franks Nutzfahrzeug-Hausmesse im Mai mit über 70 ausstellenden Firmen auf dem Firmengelände in Frankenheim, an der 2000 Fachbesucher aus der ganzen Republik und auch Sachsens Wirtschaftsminister Sven Morlok teilnahmen.

Mehr als 70 historische Nutzfahrzeuge seien schon für die Tour gemeldet, freut sich Frank. Sein Lkw sei Baujahr 1966, der Motor stamme noch von Horch aus Zwickau. "Unser S4000 Lastwagen hat auf der Plane auch eine Art Zeitstrahl", erklärt er. Bilder erklären darauf den Werdegang der Firma und damit auch der Lastwagen von 1964 bis 2014.

Der S400 wird während der Tour Franks Zuhause. Wie rund 80 Prozent aller Teilnehmer werde auch er nach den langen Fahrten im Lastwagen nächtigen, allerdings auf Matratzen im Anhänger, - "gleich hinter den ganzen Bierkästen", schmunzelte er.

Abends werde nach den vielen Kilometern gern noch am Wagen gesessen und gefachsimpelt über die verschiedenen Wagen, ihre Stärken und Schwächen - "tagsüber kommen wir ja beim Fahren nicht dazu", so Frank. Ohnehin sei er froh, einen Beifahrer für die Tour aus dem Betrieb mitnehmen zu können. "Denn bei den Oldtimern hat der Begriff Kraft-Fahrzeug noch eine echte Bedeutung", sagt er. Ohne die heute übliche Servolenkung und andere Hilfsmittel sei es auch körperlich anstrengend, die Lastwagen zu steuern.

Die ganze Tour mit ihren über tausend Kilometern kann Frank auch ohnehin nicht dabei sein. "Von Görlitz aus fahren wir direkt nach Leipzig, um einen Tag früher in Frankenheim zu sein und den Empfang des Corsos vorbereiten zu helfen", erklärt er. Dann werde unter anderem der aufwändig sanierte Hänger des S4000 etwas umgebaut. Dort sei schon alles vorbereitet, um daraus einen rollenden Tresen samt Schankanlage zu machen, so Frank.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 14.08.2014
Jörg ter Vehn

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