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Markranstädt Open Air Seebenisch: Falco-Double springt von der Bühne
Region Markranstädt Open Air Seebenisch: Falco-Double springt von der Bühne
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09:36 30.08.2016
Haltung, Stimme, Show: „Falco“ kam dem Original recht nahe, wechselte dafür allerdings auch ein halbes Dutzend Mal die Garderobe. Quelle: Jörg ter Vehn
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Markranstädt

Das gibt’s nur in Seebenisch: Bei der 19. Auflage des Open Airs am Wochenende sprang „Falco“ alias Alexander Kerbst von der Bühne, herzte und drückte und tanzte mit dem Publikum. „Du bist der Star unserer Tage“ sang er seinen Gästen ganz persönlich ins Gesicht – mehr Flair geht kaum.

Das kleine, aber feine Musikereignis lockte nach Schätzungen von Gästen knapp 1000 Besucher aufs Gelände der Alten Gärtnerei in Seebenisch. Der Verein selbst wollte sich am Montag nicht zur Zahl äußern. Es sei noch nicht alles ausgewertet, so Andreas Müller vom Vorstand. Klar sei nur, es müssten weit über 600 gewesen sein. Das war die Zahl der vorverkauften Karten.

Die Gäste kamen natürlich aus Seebenisch und Markranstädt, viele Leipziger waren jedoch auch darunter sowie Besucher aus ferneren Kreisen. Das Festival ist zudem bekannt dafür, dass sich viele Alt-Seebenischer wieder mal zum Feiern und Wiedersehen in der Heimat einfinden.

Den Beginn machte die Leipziger Hardrock-Band „The Night Prowlers“. Die Profi-Band um den fulminanten Drummer Richiee Syhre hatte etliche altbekannte Rock-Nummern drauf, von AC/DC über Deep Purple bis ZZ Top, aber auch einige bei derartigen Anlässen eher selten zu hörende (harte) Stücke wie von Rage Against The Machine oder Unbekannteres von Rory Gallagher. Solide, sauber gespielt, aber nicht immer überzeugend im Gesang.

Auch beim nachfolgenden Straßenmusiker Michael Adamant aus Berlin wollte der Funke noch nicht so recht rüberspringen. Das änderte sich erst, als „der Falke“, wie Sänger Alexander Kerbst sein musikalisches Double nannte, auftrat. Erst in roter Fantasieuniform, dann im schwarzen Maßanzug, dann in Gelb, in Weiß und am Ende wieder in Rot gab er dem Österreicher, der so tragisch 1998 starb, Figur, Gesicht und Stimme. Seine Show war immer dann am besten, wenn er eindeutig „wienerte“, der „Schmäh“ aus seinen Ansagen troff.

In schwarzen Lackschuhen rockte Kerbst die Stücke, die das Publikum hören wollte. „Der Kommissar“ kam früh, dann folgten auch unbekanntere Stücke und ein kleines Stimmungsloch in der Show. Jeanny und Rock Me Amadeus hatten sich Kerbst und seine tighte Band für den gefeierten Schluss aufgehoben.

Vorstand Müller war dennoch nicht hundertprozentig überzeugt. „Vielleicht waren wir aus dem Vorjahr mit dem Müller-Westernhagen-Double auch zu verwöhnt“, meinte er. Allerdings hatten er und andere mit einem schlimmeren Problem zu kämpfen. Im Bierwagen waren wegen der Hitze die Getränke stark gekühlt worden. Dort standen aber auch die CO2-Flaschen. Sie froren ein, Bier konnte nicht gezapft werden. Erst mit wärmeren Ersatzflaschen floss der Gerstensaft wieder, war das Open Air gerettet. Bis 3.30 Uhr wurde übrigens gefeiert.

Von Jörg ter Vehn

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Es ist angerichtet: „Der Kommissar“ kann kommen, seine „Jeanny“ mitbringen, zusammen können sie „Out of the Dark“ auf dem Gelände der Alten Gärtnerei in Seebenisch am heutigen Samstagabend „Rock me Amadeus“ singen. Das 19. Seebenischer Open Air steigt ab 19 Uhr. Stargast dieses Mal: „Falco – The Show“.

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