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Markranstädt Ordnungsamt greift am Kulkwitzer See strenger durch
Region Markranstädt Ordnungsamt greift am Kulkwitzer See strenger durch
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15:16 09.08.2016
Die Schranke am Parkplatz Oststraße ist defekt, eine Parkscheibe ist Vorschrift.
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Markranstädt

„Wenn wir mehr tun, regen sich die Leute auf. Aber wenn wir weniger machen, ist es auch falsch.“ Ursula Wagner, zuständig im Rathaus Markranstädt auch fürs Ordnungsamt, ist allerlei Ärger gewohnt, muss mit ihren Mitarbeitern aktuell die strengeren Vorgaben des Stadtrates durchsetzen.

Wie berichtet, hatte der im Vorjahr zwei weitere Stellen für das Ordnungsamt durchgesetzt, mehr Kontrollen gewünscht, in diesem Sommer auch erstmals eine Benutzungsordnung für den Kulkwitzer See erlassen.

Neue Flächen kamen in die Hoheit des Amtes hinzu. „Auch auf dem Parkplatz Oststraße, wo wir bislang nicht abgestraft haben, weil er gar nicht zu uns gehörte, werden wir nun tätig“, erklärte Wagner. Bekanntlich wechselte der Platz mit seinem grundhaften Ausbau aus förderrechtlichen Gründen von der Seebetriebsfirma zur Stadt. Die Schranken sind abgebaut, die Kassenautomaten außer Betrieb, „aber die Leute müssen dort eine Parkscheibe einlegen“, erklärt Wagner die Regeln fürs ansonsten kostenlose Parken. Schilder auf dem Parkplatz würden auf die benötigten Parkscheiben hinweisen. Wer keine hinter die Windschutzscheibe lege, verhalte sich ordnungswidrig, könne bestraft werden, erklärt sie die einfachen Grundsätze.

Dass diese von etlichen Autofahrern gern missachtet werden, belegen die ausgesprochenen Verwarnungen. So sahen die Mitarbeiter des Amtes allein am Wochenende 9./10. Juli 228 Mal Handlungsbedarf am See, die beauftragte Securityfirma fertigte in den Abend- und Nachtstunden sechs Anzeigen.

Diese 228 „Knöllchen“ waren nicht alle am Parkplatz. „Wir bekommen auch immer wieder Hinweise von besorgten Anwohnern, dass die Seebesucher die Rettungswege zustellen, auf Grünflächen parken oder auf den Gehwegen zum See“, erzählte sie. Entsprechend würden die Mitarbeiter tätig.

Dass sie dies am See nur zu zweit oder in Begleitung eines Security-Mannes tuen können, gehört zu den Schattenseiten ihres Berufes. „Gerade unsere Frauen fühlten sich schon mal angegriffen von uneinsichtigen Falschparkern“, erläuterte Wagner die Ursache.

Seit wenigen Wochen gilt am See auch eine Leinenpflicht für Hunde. Gerade am Montag ließ die Stadtverwaltung neue Schilder anbringen, um extra darauf hinzuweisen. Bislang seien deswegen noch keine Verwarnungen ausgesprochen worden, sagte Wagner. Warum, kann sie angesichts vieler Hunde am See auch nicht sagen. Nur, dass auf Wunsch der Mitarbeiter jetzt erstmal Hunde-Abwehrspray besorgt werden soll.

Von Jörg ter Vehn

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