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Markranstädt Ortsumgehung nimmt nächste Hürde
Region Markranstädt Ortsumgehung nimmt nächste Hürde
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22:00 04.08.2016
Umfahrung bis 2030? So sieht der Entwurf zur Verlegung der Bundesstraße 186 westlich um Markranstädt aus. Quelle: Grafik: BMVI
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Markranstädt

Die Ortsumfahrung der Bundesstraße 186 hat die nächste Hürde genommen. Nachdem das seit vielen Jahren geplante Projekt im Frühjahr in den Entwurf des Bundesverkehrswegeplanes gekommen war, hat jetzt das Bundeskabinett das Vorhaben bestätigt. Eine Zustimmung des Bundestages zu dem Gesamtprojekt gilt als sicher.

Die Verlegung der B186 westlich von Markranstädt kam als laufende Nummer 36 des Freistaates in den Bundesverkehrswegeplan - und somit als letzte des so genannten vordringlichen Bedarfs. Davor rangiert mit Nummer 35 die Umverlegung der B 181 um Dölzig herum.

Auch wenn die Finanzierung aller Vorhaben des Bundesplanes noch nicht als gesichert gilt - allein aus dem früheren Plan sind in Sachsen acht Vorhaben immer noch in Arbeit oder gelten als fest disponiert –, hatte Sachsens Verkehrsminister Martin Dulig bei den Projekten des „vordringlichen Bedarfs“ auf die sehr hohe Wahrscheinlichkeit hingewiesen, dass diese bis 2030 auch geplant und gebaut werden.

Laut dem bisherigen Entwurf würde die B 186 (Zwenkauer Straße) südlich der Ortslage Markranstädt an den so genannten Vierschachthäusern westlich verschwenkt, würde in einem weiten Bogen und weitgehend über freies Feld um die Stadt herum geführt, um nördlich von ihr in Höhe des Gewerbegebietes Ranstädter Mark wieder auf die alte B 186 zu treffen. Größere Brückenbauwerke über die B 87, die Straße zur Westsiedlung und die Bahnlinie sind geplant, Kosten von rund 20,3 Millionen Euro für die rund vier Kilometer lange Umfahrung avisiert.

Bürgermeister Jens Spiske begrüßte am Donnerstag das Vorhaben als „wichtigen Meilenstein für eine nachhaltige Entwicklung der Stadt Markranstädt“. Er erhoffe sich „mehr Lebensqualität für die Menschen in der Kernstadt“. Beachtet werden müsse dabei aber auch, was künftig aus dem Bahnübergang in der Schkeuditzer Straße wird, mahnte er.

Hintergrund: In der Vergangenheit hatten Bund und Bahn den Bau von Umgehungsstraßen gern genutzt, um danach nur noch wenig frequentierte Bahnübergange ganz zu schließen, oder nur noch per Tunnel für Radfahrer/Fußgänger passierbar zu machen.

„Eine komplette Schließung würde einen Schnitt aufgrund der Bahnlinie durch die Stadt bedeuten, so dass wir gemeinsam mit dem Bund und der Bahn eine Lösung entwickeln wollen, die den motorisierten und nicht motorisierten innerstädtischen Verkehr dort weiterhin ermöglicht“, erklärte Spiske.

Auf die Problematik einer Schließung des Bahnüberganges Schkeuditzer Straße hatte die Stadt bereits in ihrer Stellungnahme vom Frühjahr hingewiesen.

Von Jörg ter Vehn

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