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Markranstädt Politessen sind bei Park-Kontrollen am Kulkwitzer See nicht mehr alleine unterwegs
Region Markranstädt Politessen sind bei Park-Kontrollen am Kulkwitzer See nicht mehr alleine unterwegs
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17:39 17.07.2011
Die Politessen, die am Kulkwitzer See in Markranstädt die Parksituation kontrollieren, sind nicht mehr allein unterwegs. Quelle: André Kempner
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Markranstädt

Zu häufig wurden sie in der Vergangenheit angepöbelt und sogar angegriffen.

In den Sommermonaten gibt es rund um den Kulkwitzer See einen regen Anreiseverkehr. Die meisten Badegäste kommen mit dem Auto, doch viele von ihnen parken nicht auf den vorgesehenen Flächen, sondern wild in der Landschaft. Immer wieder werden Feuerwehrzufahrten und Fußgängerwege, die zum See führen, zugeparkt. Von Juni bis August sind die beiden Mitarbeiterinnen des Markranstädter Ordnungsamtes deshalb fast täglich am Westufer unterwegs, um die Parksituation an den Zufahrten zum See, an der Ostsiedlung und am Strandbad Göhrenz zu kontrollieren.

Allein in dieser Zeit im vergangenen Jahr verteilten sie rund 200 Knöllchen wegen Verstoßes gegen das eingeschränkte Halteverbot. Auch am vergangenen Wochenende waren sie unterwegs, um Parksündern sozusagen die gelbe Karte zu zeigen.

Doch die beiden waren in der Vergangenheit auch immer wieder verbalen Beschimpfungen der Autofahrer ausgesetzt. Und manchmal blieb es dabei nicht. „Bedrohungen und sogar tätliche Angriffe gehörten schon fast zur Tagesordnung", sagt Heike Helbig, Sprecherin der Stadt Markranstädt. Für viele wäre es selbstverständlich, die Politessen zu bedrängen, eben weil es Frauen seien. Doch im Ordnungsamt würden nur die beiden Frauen arbeiten. Die Polizei übernehme die Kontrollen nicht, weil für den ruhenden Verkehr die Kommune zuständig sei.

Zum Schutz des Personals hat sich die Stadtverwaltung daher für die Begleitung durch einen Wachmann einer privaten Security-Firma entschieden. Von nun an sind die Politessen nur noch in Begleitung eines uniformierten Mannes unterwegs, der ihnen nicht von der Seite weicht. „Allein durch die Präsenz eines Mannes in Uniform sind die Beschimpfungen und Bedrohungen deutlich zurückgegangen", sagt Helbig. Für die Autofahrer am Kulkwitzer See ein ungewohntes Bild, doch viele zeigen Verständnis. Den Politessen selbst bedeutet der Personenschutz eine große Sicherheit, denn die Parksituation ist noch immer stellenweise chaotisch.

Die Nachtkontrollen werden übrigens auch von dem Sicherheitsunternehmen durchgeführt. Seit mittlerweile fünf Jahren übernimmt die Firma die nächtliche Überwachung des Westufers.

Julia Tonne

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