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Markranstädt Praxiseröffnung ohne Kinderarzt
Region Markranstädt Praxiseröffnung ohne Kinderarzt
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16:48 06.09.2010
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Markranstädt

Nur einer fehlte: Der Arzt selbst, Christoph Eymann. Doch er hatte einen triftigen Grund. Da er neben Markranstädt auch eine Praxis in Böhlen betreut und seine Kollegin dort krankheitsbedingt ausgefallen ist, hat er die Behandlung der kleinen Patienten übernommen.

„Daran erkennt man, dass er pflichtbewusst ist. Und genau das haben wir uns auch gewünscht“, sagte Radon bei der Eröffnung der Praxis im Ärztehaus in der Eisenbahnstraße hat. Nicht nur für viele Eltern ist es eine Erleichterung, dass eine kinderärztliche Versorgung nun vor Ort möglich ist. Auch die Kindertagesstätten und Schule profitieren davon. „Bei uns gibt es immer mal wieder kleine Blessuren wie Prellungen, Verstauchungen und Platzwunden“, sagte Anne Fischer, Lehrerin am benachbarten Gymnasium. Bisher seien die Schüler dann vom im Ärztehaus ansässigen Allgemeinmediziner behandelt worden, „aber es ist schon schön, wenn ein Spezialist vor Ort ist“. Die Kita Hoßgraben hat ihre Schützlinge bislang immer von den Eltern abholen lassen, wenn mal Verletzungen aufgetreten sind. Von nun aber „werden wir den Kinderarzt auch nutzen“, sagte Erzieherin Roswitha Müller.

Möglich wurde die Praxis durch eine Kooperation mit der Helios Klinik in Borna, wo Eymann seit einem Jahr arbeitet. Der heute 33-Jährige hat in Dresden studiert. Seit einem guten Jahr betreut er zusätzlich kleine Patienten in Böhlen. Er wird seine Sprechstunden auf beide Kommunen aufteilen. „Wir haben seit Jahren im Kopf, dass der Bedarf hier vorhanden ist“, sagte Roland Bantle, Helios-Regionalgeschäftsführer Region Ost. Ihm sei eine wohnortnahe fachärztliche Versorgung wichtig. „Bisher mussten die Eltern nach Grünau fahren“, erklärte er. Doch dort würden immer mehr Praxen schließen, viele Ärzte würden in den Ruhestand gehen und hätten keinen Nachfolger gefunden.

Für Radon ist eine Stadt der Größenordnung, wie Markranstädt sie hat, ohne Kinderarzt eigentlich nicht vorstellbar. Deshalb ist sie seit mehreren Jahren in Verhandlung mit der Helios Klinik. „Wir haben rund 15 000 Einwohner, davon etwa 2000 Kinder. Jährlich kommen einhundert Neugeborene hinzu. Wir sind auf einen Kinderarzt angewiesen“, betonte sie. Eymann hat dienstags und donnerstags von 8 bis 11 Uhr und freitags von 14 bis 17 Uhr Sprechstunde.

Julia Tonne

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