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Markranstädt Premiere mit Dreiergestirn bei "Schönheits"-Wettbewerb
Region Markranstädt Premiere mit Dreiergestirn bei "Schönheits"-Wettbewerb
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14:25 19.05.2015
Ortsvertreter übergeben der Jury in Quesitz vor dem Vereinshaus die Unterlagen der gemeinsamen Bewerbung. Quelle: André Kempner

Welches Dorf dabei im Kreis vorn liegt, soll im Oktober verkündet werden.

In Markranstädt gab es am Mittag eine Premiere: Für das Dreiergestirn Döhlen/Quesitz/Thronitz warben Ortsvorsteher Mike Hienzsch und Matthias Gründling. Die Dörfer bildeten seit den Fünfzigerjahren einen Verband, seien teils schon seit Jahrhunderten verbandelt, hätten viel vorzuweisen, erklärten die beiden. "Dass sich ein Gemeindeverband bewirbt, hatten wir noch nie", gestand Sommer.

Das aktive soziale Leben mit Vereinen, traditionsreichen Festen und der Freiwilligen Feuerwehr als alles verbindender Kraft stellte Gründling in den Vordergrund seiner Vorstellung. In Döhlen sei das sanierte Rittergut mit der Wehr Dorfzentrum, im wirtschaftlich stärksten Ort Quesitz sei es das Areal rund um die Kirche. Thronitz als kleinster der drei Orte sei zugleich eines der ältesten und besterhaltenen slawischen Ringdörfer überhaupt. Hier sei über das Förderprogramm für Dorferneuerung bis 2103 viel erreicht worden.

Neben etlichen sanierten Häusern gebe es in allen Orten viel gepflegte Natur, Rad- und Wanderwege, aber auch Schaf-, Ziegen- und Pferdezucht, einen Solarpark und eine der größten Biogasanlagen Deutschlands. Vieles hätten die Bewohner der Orte gemeinsam gestemmt. Die nächsten Ziele seien die Sanierung von Taubenhaus, alter Feuerwehr Thronitz und die Baumbepflanzung des Kirchweges. Er sei sich sicher: "Unser Dorf hat Zukunft", meinte Gründling.

In Zitzschen, das am Morgen das erste Ziel war, übernahm Ortschronist Daniel Kalis die Funktion des "Reiseführers" und punktete gleich mit einem Blick vom Kirchturm übers Dorf. "Eine schöne geschlossene historische Bebauung mit viel Grün und mal kein Neubaugebiet am Ortsrand", lobte Jury-Mitglied Konstanze Krötz. Sie habe Zitzschen schon 2013 bei der 800-Jahrfeier kennengelernt und sei vom Engagement der Bürger, getragen von Heimatverein, Kirchgemeinde und Freiwilliger Feuerwehr, beeindruckt gewesen. "Die Zitzschener sind aktive Menschen, die sich für ihr Dorf stark machen und mit Zwenkau und den Nachbardörfern eng vernetzt sind", bestätigte Hauptamtsleiter Dirk Schewitzer beim Rundgang.

Die Zukunft des Ortes sei dank seiner Lage eng mit der Entwicklung des Zwenkauer Sees verbunden. Kamerad Jürgen Rothe erzählte von Hofbesitzern, die am Elsterradweg Ferienwohnungen anbieten wollen, Schewitzer von dem Wunsch, einen Haltepunkt an der Bahnstrecke Leipzig-Zeitz einzurichten und den Fußweg von der Elsterbrücke, die am 2. September übergeben wird, ins Dorf durchzuziehen. "Das muss in die Entwicklungsstrategie fürs Leader-Förderprogramm", betonte Sommer. Kalis meinte: "Wir sind stolz auf unser Zitzschen und freuen uns, dass auch andere sehen, was wir leisten."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 20.08.2014
Ulrike Witt/Jörg ter Vehn

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