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Markranstädt Rampe zum Kulkwitzer See entschärft
Region Markranstädt Rampe zum Kulkwitzer See entschärft
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13:53 19.05.2015
Runde Ecken zum See: Maik Kreuch und Roland Schneider (v.l.) . Quelle: André Kempner

Ganz so schwierig wurde es dann doch nicht, am Westufer des Sees die Serpentinen runter zum Wasser ein wenig aufzuweiten. Statt der geplanten Woche für die Arbeiten waren die beiden Männer der Firma, die auch schon den Bau der Rampe ausführte, schon nach zwei Tagen mit den Arbeiten fertig. Im Ergebnis schufen sie nun größere, runde Ecken.

Hintergrund der Maßnahme: Bereits kurz nach der Fertigstellung des Baus im vorigen Herbst hatte es böse Bemerkungen von Behinderten und vom Arbeitskreis "Modernes Markranstädt - barrierefrei" gegeben. Denn die Rampe sei zwar DIN-gerecht gebaut worden, "doch manche Rollstühle, insbesondere bestimmte Sport- und Elektro-Modelle, sowie verschiedene Sportkinderwagen hatten Probleme, die schmale Kurve zu passieren", erklärte die neue Stadtsprecherin Anja Landmann, seit voriger Woche in Amt und Würden.

Deshalb habe die Stadt nun nachgebessert, habe die Randeinfassung und das Geländer zurücksetzen lassen und die Podeste vergrößert, erläuterte sie. Insgesamt seien die Kurven dadurch aufgeweitet worden. Zur nächsten Badesaison werde auch der barrierefreie Wassereinstieg in Verlängerung der Rampe in Betrieb gehen können. Dafür hatte der Technische Ausschuss wie berichtet schon in diesem Frühjahr grünes Licht gegeben, die Umsetzung ließ aber auf sich warten. Das Stegbauwerk inclusive zweier Rollstuhl-Parkplätze soll flach bis in gut ein Meter Wassertiefe führen.

Gute Nachrichten für Rollstuhl- und Kinderwagenfahrer gibt es auch für den neuen Aufgang hoch zum Bürgerrathaus. Die dort geplante Rampe werde wie beabsichtigt im Dezember aufgebaut, so Landmann gestern. Das Gestell dazu werde vorab bei der Herstellerfirma vormontiert, brauche dann nur noch an Ort und Stelle aufgebaut zu werden.

Wie berichtet, befindet sich an dem erst vor wenigen Jahren bezogenen Neubau ein spezieller Aufzug für Behinderte. Aber nicht alle Modelle passten dort hinein, könnten damit befördert werden, hieß es. Außerdem gehöre zur heutigen Definition eines barrierefreien Lebens auch, nicht wie jetzt andere bitten zu müssen, diesen Rollstuhl-Aufzug zu bedienen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 11.11.2014
Jörg ter Vehn

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