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Markranstädt Reale Baukosten liegen weit entfernt von geplanten Kosten
Region Markranstädt Reale Baukosten liegen weit entfernt von geplanten Kosten
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00:28 29.08.2015
Abriss: Das marode Haus Leipziger Straße 22-24 macht Platz für einen Drogeriemarkt, dessen Parkplätze aber auf der anderen Straßenseite sein müssen. Quelle: André Kempner
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Markranstädt

Dort wurden drei wichtige Bauvorhaben vergeben - mit Differenzen nach oben und unten.

So wird der Abriss des maroden Hauses Leipziger Straße 22-24 deutlich günstiger als angenommen. Die Planer hatten im Vorfeld mit rund 88 000 Euro gerechnet, den Zuschlag erteilte der Ausschuss am Montagabend der Firma C.A.T.E. Abbruch und Umweltservice aus Leipzig mit einer Angebotssumme von knapp 54 000 Euro. Vergleichen lohnt sich beim Bauen: Die teuerste Firma hatte denselben Abriss für knapp 100 000 Euro vornehmen wollen. Die Räte drängten darauf, dass der Abriss an der Verkehrsader B 87 bis zum Straßenfest der Händler am 3. Oktober beendet sein soll. Laut Bauamtschefin Uta Richter kein Problem, sofern nicht Unvorhersehbares eintritt.

Wie berichtet, kommt an die Stelle des maroden Hauses ein Rossmann-Drogeriemarkt, der seine Parkplätze jedoch gegenüber neben der Eisdiele ansiedeln wird. Der Notarvertrag sei bereits unterzeichnet, so die Erste Beigeordnete Beate Lehmann. Rossmann dränge auf einen baldigen Baustart.

Teurer wird der Rohbau der Sanierung des Sanitärgebäudes auf dem Parkplatz Oststraße am Kulkwitzer See. Statt der vom Planungsbüro geschätzten Kosten in Höhe von 23 400 Euro ging der Zuschlag am Montagabend an den mit knapp 30 000 Euro günstigsten Bieter.

Richter kündigte zudem eine weitere Verzögerung um sechs Wochen bei der Fertigstellung an. Gestiegene Kosten bei Einzelleistungen hätten eine Umplanung und Einsparungen an anderen Stellen erfordert, um nicht aus dem Gesamtkostenrahmen zu fallen. Bis zum 17. Dezember soll nun der Bau fertig sein. Der Termin und die Kosten müssten unbedingt eingehalten werden, forderte Lehmann. Die Fördermittel seien bis zum Jahresende abzurechnen.

Im Juli hatte Bürgermeister Jens Spiske den Baustart noch für den Sommer verkündet. Ohne die Vorkosten für die Erschließung soll die Sanierung nun rund 100 000 Euro kosten. Beschlossen worden war der Bau im Februar. Da war noch die Rede von rund 70 000 Euro.

Um rund 30 Prozent verschätzt haben sich die städtischen Planer auch bei den Kosten für die Erneuerung der Laufbahn und der Weitsprunganlage auf dem Platz des SSV Kulkwitz. Wie berichtet, müssen diese ebenso angehoben werden wie der benachbarte Fußballplatz, der auf diese Weise saniert und vor künftigen Hochwassern bei Starkregen geschützt werden soll. Durch die Regenfälle der vergangenen Wochen sei es auch hier zu Verzögerungen gekommen, die versprochene Platzübergabe am 11. September zum SSV-Geburtstag könne aber gehalten werden, so Richter. Den Zuschlag erhielt die schon tätige Firma Alpina für 132 000 Euro. 102 000 Euro hatten die Planer als Kosten geschätzt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 26.08.2015
Jörg ter Vehn

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