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Markranstädt Rettungsschwimmer trainieren für den Ernstfall
Region Markranstädt Rettungsschwimmer trainieren für den Ernstfall
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18:39 25.06.2010
Mit Tauchpuppe, Rettungsboje und -gurt: Jürgen Borkwardt, Ausbilder Karsten Dounz, Michaela Lustermann und Rene Friedrich (von links) von der Bundespolizeiinspektion Leipzig trainieren im Markranstädter Stadtbad die Hilfeleistung in Notsituationen. Quelle: André Kempner
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Auf dem Programm stand das Kleiderschwimmen, bei dem die Beamten in einem speziellen Anzug Übungen ausführen. Als Hilfsmittel standen Rettungsbojen und -gurte zur Verfügung. Damit übten sie den Kopfschlepp- und den Achselschleppgriff von bewusstlosen Personen – auch mit dem Rettungsbrett, die es an Seen bei den Rettungswachen gebe, berichtete Polizeihauptmeister Karsten Dounz von der Bundespolizeiinspektion Leipzig. Dieses Hilfsmittel habe den Vorteil, dass man Personen in Not schneller erreiche und mit Wiederbelebungsmaßnahmen wie der Herz-Lungen-Massage bereits während des Transports beginnen könne, erläuterte der Polizeihauptmeister, der Ausbilder und Prüfer für Schwimmen und Retten ist. Zudem standen Tauchübungen an: 25 Meter mussten genauso bewältigt werden wie das dreimalige Heben eines fünf Kilo schweren Rings aus bis zu 3,80 Meter Tiefe.

Dass die zweitägige Fortbildung für die Rettungsschwimmer der Bundespolizei ausgerechnet im Markranstädter Bad stattfindet, liege daran, dass die Öffnungszeiten flexibel seien, sie bereits um 7.30 Uhr auf das Gelände können. Zudem arbeite man mit der Freiwilligen Feuerwehr gut zusammen, erklärte Dounz. Der Lehrgang diene der Fortbildung und dem Erhalt der Lizenz, erklärte er.

Die Rettungsschwimmerlizenz ist Teil der Ausbildung, müsse aber alle zwei Jahre erneuert werden, damit sie nicht verfällt, erläuterte Dounz. „Für Polizeibeamte ist diese wichtig, da sie häufig zeitnah an Unfallorten sind und dann ist es nicht schlecht, wenn man einen Rettungsschwimmer dabei hat“, sagte er weiter. Bis Delitzsch, Oschatz, Döhlen, Grimma und Borna reicht das Einsatzgebiet und dabei komme man auch an Flüssen und Seen vorbei. Allen Laien, die selbst nicht speziell ausgebildet sind, rät er in Gefahrensituationen, darauf zu achten, dass sie sich nicht selbst in Notsituationen bringen sowie die Stelle abzusichern und vor der eigenen Hilfe einen zentralen Notruf absetzen, damit andere Bescheid wissen. Auch die Sonneneinstrahlung sei nicht zu unterschätzen. „Einen Sonnenstich bekommt man schneller als gedacht“, so Dounz.

Kendra Reinhardt

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