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Rohbau vergeben, Grundschulanbau kann bald starten

Rohbau vergeben, Grundschulanbau kann bald starten

Für zwei wichtige Bauvorhaben in Markranstädt wurden am Montagabend die Weichen für einen baldigen Baustart gestellt. Der Technische Ausschuss vergab den Rohbau des Grundschulanbaus und die Sanierung des Kulkwitzer Sportplatzes.

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Wasser ist ein allgegenwärtiges Thema auf dem Sportplatz in Kulkwitz. Ab Mitte September soll das 2012 beim Starkregen beschädigte Areal saniert werden.

Quelle: André Kempner

Markranstädt. Bürgermeister Jens Spiske (Freie Wähler Markranstädt) ging gestern davon aus, dass mit dem Grundschulanbau nach der gesetzlich vorgeschriebenen Wartefrist wegen möglicher Vergabeeinsprüche schon in wenigen Wochen begonnen werden kann.

Der möglichst rasche Baubeginn sei von Anfang an mit allen Teilnehmern kommuniziert worden, sagte Spiske. Immerhin gelte es die Zeit möglichst wieder einzuholen, die durch den verspäteten Fördermittelbescheid verstrichen sei. Wie berichtet, hatte Markranstädt im Februar mit der Zusage gerechnet, die dann erst im April eintraf. "Deshalb müssen wir jetzt ein bisschen auf die Tube drücken", so der Stadtchef.

Er rechne damit, dass der jetzt vergebene Rohbau noch vor dem Winter fertig wird, sagte Spiske. In der kalten Jahreszeit könne dann der Innenausbau vorangetrieben werden.

Der Rohbau hat ein Volumen von rund 278 000 Euro. Wie berichtet, sollen vier Klassenräume und Nebengelasse entstehen. Der Ausbau folgt dabei - wegen der Nähe Markranstädts zum Kulkwitzer See - der Idee eines Schiffes: An den Rumpf des Altbaus soll nun eine Art Bug angebaut werden.

Im Erdgeschoss ist das größte Klassenzimmer geplant, dessen Flügeltüren bei schönem Wetter geöffnet werden, Unterricht draußen zulassen. Ein Teil dieses Zimmers wird überdacht durch die Schiffsbrücke, ein 62 Quadratmeter großes Klassenzimmer.

Im Obergeschoss sollen zwei weitere Klasenzimmer mit 55 und 62 Quadratmeter Größe sowie ein Gruppenraum mit 46 Quadratmetern entstehen. Mediathek, Aufenthaltsraum für Erzieher und ein Lagerraum für Außenspielgeräte ergänzen das neu geschaffene Platzangebot. Geplant wurden die Räumlichkeiten von Architekt Thomas Näther und seinem Team, das schon für den Grundschulbau selbst verantwortlich zeichnete.

Insgesamt sind für den Anbau Kosten in Höhe von 960 000 Euro vorgesehen, maximal 333 000 Euro Fördermittel in Aussicht gestellt. Kleiner Wermutstropfen: Die gesamte Innenausstattung, zu der neben Bänken, Tischen und Tafeln auch Schiffsutensilien wie Steuerrad, Anker und Seile gehören sollen, muss durch die Stadt alleine bezahlt werden. Durch den späten Baustart geht Spiske davon aus, dass der Bau erst zum Sommer nächsten Jahres fertig wird.

Deutlich eher, nämlich noch in diesem Jahr, soll die Sanierung des Sportplatzes Kulkwitz abgeschlossen werden. Der Technische Ausschuss vergab die Leistung über 137 500 Euro. Die Sanierung umfasse die Tartanbahn und den Fußballplatz, sagte der Bürgermeister.

Er habe jedoch darauf gedrängt, dass auch nachhaltig saniert werde, der Platz also vor weiteren Nässeschäden besser geschützt werde. Dazu werde die Drainage des Platzes erweitert. Neu hinzu kämen auch Pumpen, damit überschüssiges Wasser notfalls schnell in die öffentliche Kanalisation abgepumpt werden könne. Der Bereich Kulkwitz habe immer schon mit dem dort hohen Grundwasserspiegel zu kämpfen gehabt, erinnerte Spiske. Und das werde wohl auch in Zukunft nicht viel anders sein. Wie berichtet, verhandelt die Stadt mit den Wasserwerken wegen der nahen Vernässungsflächen in Folge des Bergbaus.

Der Platz des SSV Kulkwitz 1920 liegt sehr tief. Nach starken Regenfällen im April 2012 soff der erst kurz davor hergerichtete Platz ab. Wochenlang habe das Wasser einen halbem Meter über der Grasnarbe gestanden, sagte gestern SSV-Kulkwitz-Vorsitzender Jens Doberschütz. Erst nachdem mit dem Abpumpen der Vernässungsfläche in Gärnitz begonnen wurde, sei der Pegel zurückgegangen. Aber da sei schon alles zu spät gewesen. Am 19. September beginne nun die Sanierung, freute sich Doberschütz.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 27.08.2014
Jörg ter Vehn

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