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Markranstädt Rollentausch im Klassenzimmer
Region Markranstädt Rollentausch im Klassenzimmer
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18:15 20.05.2011
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Markranstädt

Gestern stand ihnen LVZ-Redakteurin Kerstin Leppich Rede und Antwort.

Dabei konnten die Mädchen und Jungen bereits viele Fragen beantworten. Sport, Wirtschaft, Lokales, Kultur – zählten sie einer nach dem anderen Ressorts der Zeitung auf. Kein Wunder. Denn seit zwei Wochen bekommen die Schüler jeden Tag die LVZ ins Klassenzimmer geliefert. Seither ist der morgendliche Blick in die Zeitung für sie ganz selbstverständlich. Gemeinsam mit ihrer Lehrerin beschäftigen sie sich im Unterricht mit der Zeitung.

„Wir schauen uns die Ausgaben, aber auch die Beilagen an, klären zum Beispiel die Frage, wieso bestimmte Elemente immer an der gleichen Stelle zu finden sind“, berichtete Klassenlehrerin Dörthe Köhler, wie sich die Kinder Orientierung verschaffen. Da werden Satz-Collagen aus Titelzeilen gemacht und tägliche Aufgaben erfüllt.

Und die acht- und neunjährigen Schüler sind voller Begeisterung dabei. Ein Arm nach dem anderen schnellte am Freitagvormittag in die Höhe, als sich ihnen die Chance bot, echte Zeitungsleute auszufragen. „Wieso gibt es Sonderbeilagen?“ „Weil es manchmal ganz besondere Themen gibt.“ „Wieso steht jeden Tag das Fernsehprogramm in der Zeitung?“ „Weil das ein besonderer Service für die Leser ist und die meisten interessiert.“ „Woher wissen Sie, wie das Wetter wird?“ „Wissen wir nicht, aber Journalisten wissen, wen sie fragen müssen.“

Fotograf André Kempner musste beantworten, wieviele Fotos er schießt. „Im Monat können das schon ein paar Tausend sein, aber die werden nicht alle gedruckt“, berichtete er, bevor er zeigte, wie es geht und die kleinen Schüler ablichtete.

Fast schon so geübt wie Reporter stellten die Achtjährigen ihre Fragen. Und kannten auch das wichtigste Handwerkszeug von jedem Reporter: Block, Stift, Telefon und Computer zählten sie auf.

Und auch wie man Journalist wird, wollten Theresa und die anderen erfahren: „Wann wusstest Du, dass Du Redakteurin werden willst?“ „Noch in der Schulzeit.“ „Warst Du auf der Uni?“, wollte Richard wissen. „Ja.“

„Haben sie schon mal berühmte Personen getroffen?“, geht es munter weiter. „Ja, den Schauspieler Horst Janson zum Beispiel.“ „Wie sieht Ihr Tagesablauf aus?“ „Das ist das Schöne: Jeder Tag ist ein bisschen anders.“

Adrian, Florian, Susanne, Pauline und Jenifer feuern ihre Fragen nur so ab, und nach einer Stunde haben sie ein noch genaueres Bild vom Zeitungsmachen. Das ist gut. Denn in den nächsten Tagen wollen die Schüler selbst eine Zeitung produzieren: Kulkwitzer Volkszeitung soll sie heißen. Florian hat sich dafür schon als Sportreporter gemeldet und zwei Lokalredakteurinnen haben sich auch schon gefunden. Da werden Interviews geführt – mit dem Milchmann – und Fotos geschossen – vom Dorf.

Aber vorher wollen die Kinder unbedingt noch etwas erfahren: „Macht der Job denn Spaß?“ „Klar, vor allem, wenn man bei so netten Schülern zu Besuch ist.

Kerstin Leppich

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