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Markranstädt Rund um Stadthalle wählte jeder Dritte die AfD
Region Markranstädt Rund um Stadthalle wählte jeder Dritte die AfD
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22:00 25.09.2017
Andrang herrschte zur Bundestagswahl in den einzelnen Wahllokalen, wie hier in Markranstädt. Das Ergebnis dürfte einige überrascht haben. Quelle: Kempner
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Markranstädt

Die CDU (30,3%) dominiert in Markranstädt weiter, wenn auch mit Verlusten, die AfD (25,7%) wurde zweitstärkste Kraft. Bei der Analyse einzelner Wahlbezirke ergeben sich aber große Unterschiede.

In Räpitz legten die Christdemokraten ihr bestes Ergebnis (33,9%) hin, im Mehrzweckgebäude in Frankenheim mit 24,3 ihr schlechtestes. Im Wahlbezirk Stadthalle (020) überflügelte die AfD die CDU. Dort gab jeder Dritte (33,4%) seine Zweitstimme den Rechtsaußen, die CDU holte nur 26,3%. Dort fuhr auch die SPD mit 14,8% ihr stadtweit bestes Ergebnis ein.

Die Linke, zur Bundestagswahl 2013 mit 19,1% noch zweitstärkste Kraft in Markranstädt, verlor diesen Rang überall. Im Wahlbezirk Sportcenter (010) holte die Linke mit 19% ihr bestes Ergebnis, lag aber auch dort hinter CDU (27,6%) und AfD (24,1%).

Im Wahlbezirk um das Kommunikations- und Kreativzentrum (Kuk: 040) unterlag die CDU (26,1%) bei den Zweitstimmen ebenfalls gegen die AfD (29,6%). Ebenso in Frankenheim/Lindenaundorf, wo die AfD mit 25,8% die führende Partei wurde.

Die Freien Wähler, die immerhin den Bürgermeister stellen, konnten den Bonus nicht einlösen. Im Kuk etwa lagen Freie Wähler und Tierschutzpartei mit jeweils 1,4% gleichauf, wie auch stadtweit die Freien Wähler mit 1,5% nur 0,1% vor den Tierfreunden einkamen.

Die FDP, stadtweit mit 9,1% der Zweitstimmen gewählt, errang im Sportcenter (015) mit 13 % ihr bestes Ergebnis.

Großlehna wählte in beiden Wahlbezirken mehrheitlich CDU (31,5%; 32,1%). Die AFD wurde in beiden Bezirken mit 29,2% und 28,4% zweitstärkste Gruppierung.

Das Briefwahlergebnis weicht in einigen Punkten vom Trend ab. Hier holte die CDU 34%, die Linke 16%, die SPD 12,8% und die FDP 10,6%. Die AfD fuhr dort mit 18,5% ihr stadtweit schlechtestes Ergebnis ein, was die These von der Denkzettel-Wahl und der spontanen Entscheidung für die Partei an den Wahlurnen stärkt. Insgesamt 1692 Wähler gaben per Briefwahl ihre Zweitstimme ab.

Von Jörg ter Vehn

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