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Markranstädt Rundweg am Kulki kommt – mit bis 19 Prozent Steigung
Region Markranstädt Rundweg am Kulki kommt – mit bis 19 Prozent Steigung
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08:00 09.12.2017
Der Rundweg am Kulkwitzer See wird ausgebaut – mit zwei starken Steigungen. Quelle: Foto: André Kempner
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Markranstädt

Badsanierung light, Rundwegbau heftig, Toilettenbau Fehlanzeige: Der Stadtrat von Markranstädt diskutierte am Donnerstagabend über einige Projekte.

Überraschend für Beobachter und auch für einige Räte war der Bau des „Rundwegs durch den Pappelwald“ doch im Stadtrat als Baubeschluss gelandet. Grund: In der Vorwoche im Technischen Ausschuss waren Fragen aufgetaucht, ob die Trasse zwischen Parkplatz Göhrenz und Uferpromenade Westufer nicht freundlicher für Behinderte hergestellt werden könnte. Bis zu 19,5 Prozent Steigungen sieht das 1223 Meter lange Stück vor, das als Lückenschluss für den Rundweg am Kulkwitzer See gilt. Im Ausschuss war auch hinterfragt worden, ob es trotz drohender Auswaschungen wirklich Asphalt sein müsse an den Steigungen. Die Planungsfirma Seecon Ingenieure sollte daraufhin den Entwurf nochmal überarbeiten, so die Meinung im Ausschuss.

Für die nötigen Baumfällungen sei aber nur bis Ende Februar Zeit, erklärte Bürgermeister Jens Spiske (FWM) die Eile. Außerdem wäre barrierefrei für den Weg zwar schön gewesen, aber eben wegen der Topographie nicht machbar. So stellte Kristin Weiser von Seecon das Bauvorhaben vor, schlug immerhin als Alternative für die Steigungen Pflastersteine oder einen wassergebundenen Belag mit Bindemitteln vor. Wie haltbar dieser im Vergleich zu Asphalt sei, könne sie aber nicht sagen. Für Heike Kunzemann (Linke) war die fehlende Barrierefreiheit das größte Problem. Angesichts des geplanten Waldumbaus und Fällungen der altersschwachen Pappeln werde sich doch bestimmt eine bessere neue Trasse finden lassen, glaubte sie. „Nicht so einfach“, erwiderte Jens Schwertfeger (CDU), schließlich sei das ganze Gelände eine ehemalige Tagebaukippe. Standsicherheit könne zum Problem werden. „Wir wollten etwas Kostengünstiges machen, wenig in die Natur eingreifen“, erinnerte Michael Unverricht (CDU) an die Rundweg-Idee, drängte zur Abstimmung. Bei nur einer Neinstimme gab es einen klare Mehrheit für den Bau. Weitere Themen in Stadtrat:

Einstimmig votierten die Räte angesichts der Kosten für eine Teilsanierung des Stadtbades (die LVZ berichtete). 2,5 Millionen Euro soll die voraussichtlich kosten, Fördergelder dafür stehen in Aussicht. Stadtrat Frank Meißner (SPD) hatte zuvor noch auf Unstimmigkeiten in den Vorlagen der Räte hingewiesen, die schon mit einem Taschenrechner zu finden seien, und bat um mehr Akkuratesse im Rathaus.

Markranstädt wird als erste und wohl auch einzige Kommune in Sachsen mit einem genehmigten Doppelhaushalt ins neue Jahr starten. Spiske dankte dafür ausdrücklich den Mitarbeitern der Kämmerei.

Auf Nachfrage von Stadtrat Schwertfeger zur beschlossenen, behindertengerechten Toilettenanlage am Westufer des Kulkwitzer Sees (die LVZ berichtete mehrfach) erklärte Spiske, es gebe aktuell „keine Planung“ dafür.

Aber die Kita „Am Stadtbad“ ist fast fertig. Nächste Woche kämen das Bauordnungsamt und das Landesjugendamt zur Abnahme, so Bauamtsleiter Sven Pleße. Dann übernehme das DRK die Einrichtung, die am 2. Januar erste Kinder aufnehmen werde. Die offizielle Einweihungsfeier sei am 18. Januar.

Von Jörg ter Vehn

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