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SSV Kulkwitz: Platzsanierung wird 257 000 Euro teurer

SSV Kulkwitz: Platzsanierung wird 257 000 Euro teurer

Die Sanierung des 2013 abgesoffenen SSV-Kulkwitz-Sportplatzes wird wohl bis zum 95. Vereinsjubiläum im August nicht wie von der Stadt versprochen beendet sein können.

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Muss wegen häufiger Überflutung deutlich angehoben werden: Der Platz des SSV KuIkwitz.

Quelle: André Kempner

Markranstädt. Bürgermeister Jens Spiske (FWM) schüttet sich und seiner Verwaltung Asche aufs Haupt, gelobt Besserung. Der Verein plant, seine Feier in den September zu verschieben.

"Der Platz soll jetzt spätestens bis zum 11. September fertig werden", erläutert Spiske die jüngsten Planungen. "Unser Ziel ist aber wenn möglich eher", macht er deutlich. Er habe dieser Tage mit Vereinschef Jens Radtke gesprochen. Der habe avisiert, dass der SSV Kulkwitz seinen Geburtstag dann an dem Wochenende danach feiern wolle.

Was bleibt dem Verein auch anderes übrig. Seit dem vorigen Herbst ist sein Hauptfeld "abgezogen". Erst wurde die Rasenschicht entfernt, bevor die Planer von dem extrem hoch stehenden Grundwasser sowie alten Drainageleitungen überrascht und die Arbeiten eingestellt wurden. Seitdem ruht still der See, derweil die Planer die Situation analysierten und an Lösungen tüftelten. Spötter bemäkelten inzwischen, eigentlich müsse nur mal kurz der Platz gemäht werde, so viel Gras sei schon wieder drüber gewachsen.

"Rund 60 Zentimeter Auffüll- und Drainschicht müssen aufgetragen werden", erklärt Spiske das nun geplante Sanierungsprogramm. Das bedeute allerdings eine überplanmäßige Ausgabe von 257 000 Euro, für die er morgen die Stadträte um Zustimmung bittet. Das Geld, sei ihm von der Fördermittelbehörde zugesichert worden, werde die Stadt zurück erhalten. Der Antrag, die Mittel aufzustocken, sei bereits gestellt, so der Stadtchef. Entschieden darüber werde von der Behörde aber wohl erst Ende des Jahres. Der unschädliche Baubeginn vorab sei aber zugesichert, so dass einem Baustart unmittelbar nach dem Stadtratsvotum nichts im Wege stehe, erklärt er. Die Firma habe dem Zeitplan bis zum 11. September ebenfalls als "realistisch" eingeschätzt.

Der Startschuss für die endgültige Sanierung hätte durchaus einen Monat eher fallen können, wenn der Stadtratsbeschluss eher eingebracht worden wäre. Das räumt Spiske ein. "Zwischen dem Bauamt und der Kämmerei ist etwas in der Kommunikation falsch gelaufen", erläutert er. "Wir haben das in der Verwaltung bereits ausgewertet", sagt Spikse, ohne darauf weiter einzugehen.

Auch im Ort selber wird die Zustand des Platzes mit Sorge gesehen. Ortschefin Carmen Osang drängelt auf eine baldige Fertigstellung, erinnert auch an die weitergehende Bedeutung für Kulkwitz. "Es ist nicht nur der SSV, der den Platz braucht. Er hängen auch Teile des Schulsports dran", sagt sie. Die Grundschule nutze den Platz ebenfalls.

Nach den Starkregenfällen 2013, bei denen auch die benachbarten neuen Gärnitzer Seen anschwollen und die Kleingartenanlage Wasser nahm, war der Sportplatz abgesoffen. Der Freistaat hatte 2014 die Sanierung zu hundert Prozent fördern wollen, aber auf einen Abschluss bis Ende 2014 gedrängt - der dann ins Wasser fiel. Alles in allem soll die Sanierung nun mit 570 000 Euro voraussichtlich knapp doppelt soviel kosten, wie ursprünglich veranschlagt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 10.06.2015
Jörg ter Vehn

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