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Markranstädt Scharf und weich: Markranstädt mit Gewürzen und Wolle bei Grüner Woche
Region Markranstädt Scharf und weich: Markranstädt mit Gewürzen und Wolle bei Grüner Woche
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14:11 19.05.2015
Reise, Reise: Andrea Braun, Carolin Weber, Isabella, Jens Spiske und Sabine Teutschbein (v.l.) beim fotogenen Beladen des Transporters für den Berlin-Besuch. Quelle: André Kempner

Gestern wurde symbolisch im Beisein von Bürgermeister Jens Spiske der Transporter der Stadt bepackt mit den nötigen Firmenutensilien. Sabine Teutschbein von der Gewürze Markranstädt GmbH nahm natürlich verschiedenste ihrer wohlriechenden Würzer mit. "Teile unserer Einzelhandelssortiments, aber auch ein paar besondere Produkte wie unsere Keramik-Gewürzmühlen mit Chili-Flocken, grobem Meersalz oder Salatzauber kommen mit nach Berlin", erzählte sie.

Andrea Braun vom Alpakahof Quesitz ist erst Freitag an der Reihe, will dann natürlich Strickwolle und vor allem handgemachte Alpakawoll-Produkte wie Pullover, Schals und Babysachen mit ins Auto laden. Alpaka Isabella, mit 16 Jahren dienstälteste Stute auf dem Hof, durfte nur beim Foto mal in den Bus schauen, bleibt Freitag daheim.

Immer dabei sein wird aber unter anderem Carolin Weber von der Wirtschaftsförderung der Stadt Markranstädt, die in Verbindung mit ihren Kollegen des Kreises den Stand auf der wohl bedeutendsten Messe dieser Art in Deutschland überhaupt erst ermöglicht hatte. Das Landratsamt habe leider niemanden gewinnen können für den Messeauftritt, so Weber. Da habe sie ein bisschen herumtelefoniert.

Als Botschafter auch für die Stadt dürfen sich nun die beiden Unternehmerinnen fühlen, die zudem den Auftritt quasi gratis bekommen. "Wir waren früher schon auf der Messe in Berlin, aber für unser Unternehmen mit 15 Beschäftigten ist das normalerweise zu teuer und zu aufwändig", meinte Teutschbein.

Die Prokuristin der Gewürze Markranstädt GmbH ist Herrin über 1600 Rezepturen, sieht das als Nachfolger der Leipziger Gewürzmühle kurz nach der Wende gegründete Unternehmen als Nischenproduzenten. "Wir stellen auch kleinere Mengen nach besonderen Wünschen her", erklärt sie.

Verstecken muss sie sich damit trotzdem nicht. Die gesamte Breite der Nahrungsmittelindustrie werde beliefert, "von den Backwaren bis zur Fischindustrie", sagte Teutschbein. Die Kunden reichten von deutschen Lebensmittelketten bis zu Händlern in Österreich, von Ulan Bator in der Mongolei bis in die Türkei. Rund 120 Tonnen Gewürze würden jedes Jahr in Markranstädt verarbeitet. Dazu kämen dann noch die Aufträge, die wegen ihrer Größe über Fremdfirmen quasi nur durchliefen, sagte sie.

Ein paar Nummern kleiner ist Andrea Brauns Alpakahof Quesitz. "Wir haben immer so 25 bis 30 Tiere hier", erzählte sie. Jedes gebe anderthalb bis zwei Kilo Wolle pro Jahr, die geschoren, gekämmt, gesponnen, gewaschen und dann verstrickt werden wollen. Rohwolle verkaufe sie wegen des schlechten Preises kaum, aber Strickwolle sehr gut und gerne. "Dann brauche ich daraus keine Pullover zu stricken", schmunzelte sie.

Nach etlichen Auftritten bei regionalen Messen will sie nun in Berlin Reklame für ihre Produkte der so genannten Neuwelt-Kamele machen. In der Wolle seien Luftblasen eingeschlossen, Effekt: "Man schwitzt und friert nicht. Die Wolle ist weicher und wärmer als die von Schafen", beweist Braun Verkaufstalent.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 21.01.2015
Jörg ter Vehn

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