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Markranstädt Schau der Doppelbegabungen - im Schloss Altranstädt beginnt die neue Galeriesaison
Region Markranstädt Schau der Doppelbegabungen - im Schloss Altranstädt beginnt die neue Galeriesaison
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14:31 27.03.2011
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Markranstädt

Trotzdem reichte der Platz nicht für alle. Wer rechtzeitig erschienen war, der konnte entspannt Musik und Lyrik genießen: Für die musikalische Umrahmung sorgte das Trio „Streichholz“, der Leipziger Lyriker Andreas Reimann las einige seiner Gedichte.

Für den bekannten Autor habe man sich nicht zufällig entschieden, betonte Wolfgang Heinichen vom Förderverein des Schlosses. Denn eine Etage höher in den Galerieräumen  konnten die Besucher sehen, welche Bilderwelten zu Reimanns Gedichten geschaffen wurden. Dem Leipziger Architekten Rainer Ilg gelang es auf vortreffliche Weise, die Lyrik zu illustrieren. Auf diese Weise entfalten Reimanns Gedanken einen ganz neuen Zauber. Abgerundet wird die Schau mit Keramikarbeiten von Franziska Köllner.

Wolfgang Heinichen dankte am Sonnabend nicht nur den beteiligten Künstlern. „Ich muss heute auch einmal ausdrücklich unseren Schlossfrauen danken, die für so guten Kuchen und so tolle Marmelade sorgen.“

Die Altranstädter Ausstellung kann getrost als Schau der Doppelbegabungen bezeichnet werden. Ein weiteres Beispiel dafür ist Hiltrud Ilg, die zur Eröffnungsfeier auf der Violine spielte. Fast 40 Jahre – von 1968 bis 2007 – gehörte sie dem Gewandhausorchester an. Auf ihren zahlreichen Konzertreisen war nicht nur ihr Streichinstrument im Gepäck. Stets nahm sie sich die Zeit, ihre Reiseeindrücke auch per Zeichenstift festzuhalten. Später entstanden daraus farbenprächtige Landschaftsbilder in Ölpastell, darüber hinaus hat sie sich auch der Radierung verschrieben. Eigens dafür besuchte sie gemeinsam mit ihrem Mann Radierkurse, unter anderem in Hohenossig, dem Anlaufpunkt für Freunde der grafischen Künste.

Eine Doppelbegabung ist auch Winfried Sziegoleit. Der im ostpreußischen Insterburg geborene Künstler ist nicht nur ein erfolgreicher Architekt, sondern beschäftigt sich auch mit der bildenden Kunst. Sziegoleit war Präsident der Architektenkammer Sachsen sowie Vizepräsident der Bundesarchitektenkammer. Seine Handschrift findet sich am Gewandhaus wieder, zudem zeichnete er für den Bowlingtreff am Wilhelm-Leuschner-Platz verantwortlich. In Altranstädt zeigt er unter anderem ein gemeinsam mit seiner Frau Nina geschaffenes Kinderbuch. Während sie den Text schrieb, illustrierte er die Geschichte mit dem Titel „Hopy sucht den Wald“, die sich um das Waldgebiet  Harth dreht, das dem Tagebau zum Opfer fiel.     

Bert Endruszeit

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