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Markranstädt Schloss Altranstädt: Alte Meister als ewige Quelle der Inspiration
Region Markranstädt Schloss Altranstädt: Alte Meister als ewige Quelle der Inspiration
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10:43 18.07.2016
Alexandra Bonin zwischen ihren opulenten Bildern und der fragilen Porzellankunst von Elke Hensel. Quelle: André Kempner
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Markranstädt

Im Schloss Altranstädt ist am Sonntagnachmittag eine neue Ausstellung eröffnet worden. Unter dem Titel „Opulent und fragil“ präsentieren die Malerin Alexandra Bonin und die Porzellangestalterin Elke Hensel bis zum 21. August ihre Arbeiten. Was beide verbindet, sind die Alten Meister.

„Die Porträtkunst der Renaissance, der Manierismus. die flämischen und holländischen Stillleben – das sind meine Inspirationsquellen“, erklärt Alexandra Bonin. Verbunden mit eigenen Eindrücken und Erlebnissen baue sie daraus ihre Bildgeschichten. Bonins Werke in Öl sind opulent, die Figuren kräftig und farbenreich. Ganz anders die Radierungen und Zeichnungen: Die wirken filigran. „Ich versuche mich technisch an die Alten Meister heranzutasten“, sagt die 41-Jährige. In Kursen, darunter an der Abendakademie der Hochschule für Grafik und Buchkunst, hat die Leipzigerin ihr Handwerk gelernt. Ihre Bilder waren zuletzt in der Uniklinik, aber auch schon in einer Gruppenausstellung in der Spinnerei zu sehen. „Die Malerei ist der Schwerpunkt in meinem Leben“, gesteht sie. Ihre Brötchen verdiene sie sich aber noch im Büro.

Seit über 20 Jahren arbeitet Elke Hensel mit Keramik. Seit gut drei Jahren widmet sie sich dem Porzellan, „der Königsklasse der Keramik“, wie die 51-Jährige aus Machern sagt. Auch sie wurde durch die Alten Meister inspiriert: „Die haben mich schon als Kind beeindruckt.“ Im Schloss zeigt Hensel Gefäße mit floralen Motiven und Leuchtbilder mit Akten – „eine seltene Kombination aus Porzellan und Malerei“. Jedes ihrer fragilen Werke durchläuft einen langwierigen Prozess – von der Rohmasse, übers Formen, Bemalen, Glasieren und Brennen. „Porzellan ist ein sehr sensibles Material. Und ich habe einen hohen Anspruch: Es soll zart und durchscheinend sein“, erläutert Hensel. Ganze zwei Jahre habe sie im stillen Kämmerlein geübt bis sie Ende 2015 die Ergebnisse erstmals der Öffentlichkeit im Schloss Pillnitz vorgestellt hat.

Geöffnet ist die Ausstellung in Altranstädt an den Wochenenden von 14 bis 17 Uhr oder nach telefonischer Vereinbarung unter 034205 84057. Am 7. August lädt der Förderverein Schloss Altranstädt um 16 Uhr noch zu einer Midissage mit Buchlesung ins Schlosscafé ein.

Von Ulrike Witt

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