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Markranstädt Schnelles Internet in Dörfern bleibt Problem
Region Markranstädt Schnelles Internet in Dörfern bleibt Problem
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08:00 12.10.2012
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Markranstädt

Früher war angenommen worden, dass der Markt das Thema Breitbandversorgung schon regelt und die Telekommunikationsunternehmen ohne staatliche Zuschüsse selber die Breitbandnetze ausbauen. Leider sei dies insbesondere in den dünn besiedelten Gebieten bis heute nicht der Fall, erläutert Siegward Vitz von der Stadtverwaltung den Hintergrund.

So auch nicht in Frankenheim, wo zwar Internet anliegt, aber nicht in heute ausreichender Geschwindigkeit. So seien sich die Mitglieder des Ortschaftsrates einig gewesen, dass dringender Handlungsbedarf besteht und die gegenwärtige Versorgung auf mindestens 16 MBit pro Sekunde und mehr ausgebaut werden muss, erzählt er.

Frankenheim ist in Markranstädt kein Einzelfall. Laut Karte des Bundeswirtschaftsministeriums verfügen in ganz Markranstädt nur „zehn bis 50 Prozent“ über eine Datenbreite von 16Mbit/sec und mehr. Anzunehmen ist, dass die schnellen Anschlüsse in den dicht besiedelten Gebieten liegen, die Dörfer Markranstädts drumherum nur über eine Minimalversorgung verfügen. Tatsächlich würden die Bewohner aus den Randlagen über ruckelnde Bilder selbst bei Youtube-Filmchen berichten, so Stadtsprecherin Heike Helbig.

Eine Lösung ist nicht in Sicht. Denn förderfähig wäre nach gegenwärtigem Stand sowieso nur eine „Grundversorgung“ von 2Mbit/sec, erklärt Vitz. Eine Überarbeitung der Richtlinie sei aber offenbar in Arbeit.

Über welchen Datenstrom wer derzeit wo tatsächlich verfügt, will die Stadt zudem mit einer Bedarfs- und Verfügbarkeitsanalyse prüfen. Anfang des Jahres sei der Fördermittelantrag gestellt worden, so Helbig. Eine Bewilligung stehe noch aus.

Jörg ter Vehn

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