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Markranstädt Schüler aus Ecuador lernen jetzt drei Wochen lang die Region kennen
Region Markranstädt Schüler aus Ecuador lernen jetzt drei Wochen lang die Region kennen
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08:00 15.03.2016
Deutsch-ecuadorianisches Gruppenbild vorm Jugendbegegnungszentrum: Gut gelaunt sollen die weit gereisten Gästen die nächsten drei Wochen in Markranstädt und Umgebung genießen. Der Auftakt stimmte schon mal. Quelle: Jörg ter Vehn
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Markranstädt

Was für ein Einstieg: Mit einem Heimsieg-Erlebnis der Roten Bullen im Leipziger Stadion haben 22 Jugendliche aus Ecuador ihren dreiwöchigen Schüleraustausch in Markranstädt beginnen können. Ehrensache, dass zumindest die Jungs unter den 12- bis 14-Jährigen am Jugendbegegnungszentrum (JBZ) danach selbst zum runden Leder griffen und sich austoben wollten.

Beim Begrüßungsfest ging es so betont locker und sportlich zu. Markranstädter Gastfamilien mit ihren Jugendlichen, die Schüler aus Ecuador, Lehrkräfte, Gymnasiumsleiter Thomas Schönfeldt - alle standen zusammen und redeten über die kommenden Tage, versuchten sich zu wärmen und griffen herzlich zu bei dem, was Christian Ebel-Geißler auf dem Grill zauberte.

Heike Helbig vom Schulförderverein hatte noch für jeden Gastschüler kleine Begrüßungsgeschenke mitgebracht: Milka-Schokoladen-Osterhasen und kultig-praktische Stoff-Rucksäcke der Stadt. Und Schulleiter Schönfeldt hatte ein paar wärmende Worte zur Begrüßung: Es sei toll, wenn die Schüler so die Welt kennen lernten. Ziel sei es letztlich, dass Freundschaften entstehen können. „Habt viel Spaß in Markranstädt und Schkeuditz“, rief er den Jugendlichen zu.

Der Schkeuditz-Teil ist neu in diesem Jahr. Seit rund 15 Jahren gibt es den Austausch zwischen Schülern aus der ecuadorianischen Millionenstadt Guayaquil und Schülern der Region Leipzig. Gestartet mit dem Sportgymnasium der Messestadt, kam der Austausch 2012 ganz nach Markranstädt. Dort ist inzwischen die Oberschule aus dem Programm ausgestiegen, dafür das Haus Schkeuditz des Gymnasiums hinzugekommen.

„Wir wollen den Austausch stärker auch für Schkeuditzer Schüler öffnen“, so Schönfeldt. Der Gegenbesuch über die Herbstferien sei auch auf drei statt bislang vier Wochen gestrafft worden, um schulische Belange besser berücksichtigen und den Ausfall der Lehrkräfte begrenzen zu können. Tatsächlich habe es im Vorfeld auch wieder Grundsatzdiskussionen gegeben, ob man den doch etwas ungewöhnlichen Austausch überhaupt noch weiter will, erläuterte Schönfeldt. Am Ende sei der Südamerika-Ausflug für die Jugendlichen ein tolles und bleibendes Erlebnis, meint Helbig.

In den nächsten Wochen soll nun den Gästen aus Südamerika die Region Leipzig näher gebracht werden. Vier Wochen in Berlin waren sie schon, Skilaufen in Harrachov im Riesengebirge auch. Und offenbar gefällt ihnen Deutschland: Kevin (15) ist schon das dritte Mal hier, Lehrer Veikko Bersug meint denn auch: „Der wird bestimmt auch in Deutschland mal studieren wollen.“ Organisator Ebel-Geißler hat viel Programm auf die Beine gestellt. Für Christel (14), Mitglied der Jugendnationalmannschaft Ecuadors im Schwimmen, hat er sogar Trainingszeiten im Olympiastützpunkt in der Mainzer Straße in Leipzig aufgetan. Ihre Freundin Giuilana freut sich hingegen mehr auf das Go-Cart-Fahren in Dölzig. Und Bersug hofft auf viel Spaß beim Indoor-Klettern in Nova Eventis.

Von Jörg ter Vehn

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