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Markranstädt Schüler trifft Chef
Region Markranstädt Schüler trifft Chef
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18:21 17.09.2010
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Markranstädt

Der Schwerpunkt der Messe lag zum ersten Mal auf dem Handwerk.

Konzentriert starrt Alexej Markeev auf das schwarze Brett mit den offenen Ausbildungsplätzen. Der 15-Jährige macht sich fleißig Notizen. „Ich weiß bisher noch nicht, was ich mal werden möchte. Deswegen hoffe ich, dass ich hier Anregungen finde und vielleicht sogar einen Ausbildungsplatz“, erklärt der Mittelschüler. So wie ihm geht es vielen Jugendlichen. So hofft auch die 14-jährige Julia Ciesluk, am Ende des Tages vielleicht einen Praktikumsplatz ergattert zu haben.

„Hatten 2006 noch rund 55 000 Jugendliche in Sachsen die Schule verlassen, wird es im Jahr 2011 schon nur noch 23 000 Schulabgänger geben“, fasste Joachim Dirschka, Präsident der Handwerkskammer Leipzig die Entwicklung in seiner Ansprache zusammen. Grund genug für die Stadt Markranstädt Unternehmer und Jugendliche zusammenzubringen. „Wir wollen zeigen, dass wir auch in Zeiten der Krise junge Menschen motivieren können“, sagte Bürgermeisterin Carina Radon (CDU).

Auf dem Podium diskutierte sie mit Firmenvertretern über Möglichkeiten der Nachwuchsgewinnung und fragte, ob zu viele Anforderungen die Schüler nicht verschrecken. „Wer weiß, wozu er Mathe braucht, lernt mit umso mehr Interesse“, entgegnete Hans-Peter Schmidt vom Technologiezentrum Leipzig.

Und auch die Organisatoren und Lehrer haben aus den Erfahrungen mit der letzten Mum gelernt. „Wir haben im vergangenen Jahr gemerkt, dass die Schüler noch nicht in der Lage sind, allein das Beste aus so einer Messe zu machen. Deswegen haben wir in diesem Jahr größtmögliche Unterstützung bieten wollen“, erklärte Erika Ettelt, Leiterin der Mittelschule in Markranstädt am Rande der Veranstaltung.

In Kleingruppen wanderten die Schüler diesmal mit einem Fragebogen in der Hand von Stand zu Stand, sprachen mit den Firmenvertretern und versuchten so die nötigen Informationen zusammenzutragen. Die Zettel, die die Schüler ausfüllen mussten, sollten sie motivieren, länger an den Ständen zu verweilen und sich intensiver mit den Berufen auseinander zu setzen.

Am Stand von Tobias Kuhlbrodt trug das Früchte. Der 18-Jährige ist selbst Auszubildender und erklärte den Schülern alles, was sie über die Arbeit eines Metallbauers wissen müssen. „Natürlich unterhalten sie sich lieber mit einem Azubi und trauen sich vielleicht auch eher, mir Fragen zu stellen“, hat er beobachtet.

Nicht alle Betriebe auf der Mum bilden auch aus, sie nutzten vielmehr die Möglichkeit, um Kunden auf sich aufmerksam zu machen. Und auch für die Unternehmer hatte die Messe etwas zu bieten: Das Twike, ein kostensparendes Elektromobil, stand bei den erwachsenen Besuchern im Mittelpunkt des Interesses.

Kerstin Leppich

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