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Markranstädt Schulanfang: Kinder lächeln für mehr Rücksicht im Straßenverkehr
Region Markranstädt Schulanfang: Kinder lächeln für mehr Rücksicht im Straßenverkehr
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16:56 04.08.2010
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Markranstädt

Mancher dürfte die beiden Kinder, die auf den Plakaten zu sehen sind, wiedererkennen: Paul und Elena kommen aus Seebenisch und besuchen ab Montag die erste Klasse.

Verschmitzt lächeln die beiden Sechsjährigen von den Bildern und fordern „Gas weg für uns“. Die Stadt Markranstädt sah sich in der Verantwortung, zum Schulbeginn besonders im Ortsteil Kulkwitz auf die Gefahren vor der Schule hinzuweisen. „Die Schule liegt recht ungünstig im Kreuzungsbereich“, sagt Bürgermeisterin Carina Radon (CDU). Obwohl die Kreuzung unübersichtlich sei, würden zu viele Autofahrer zu schnell fahren. Das hat auch Silke Wild schon zur Genüge beobachtet. Die Fotografin, die die beiden Kinder für das Plakat vor ihre Kamera holte, wohnt direkt an der Bushaltestelle, wo nun die riesigen Hinweisbilder angebracht wurden. „Die brettern hier durch, während die Kinder an der Haltestelle warten“, sagt sie empört. Das seien keine Einzelfälle.

Bereits im Juni gab es von der Stadtverwaltung zusammen mit dem Straßenverkehrsamt eine Ortsbegehung. Von der Einrichtung einer 30er Zone riet die Behörde ab, statt dessen ließ diese ein „Achtung Kinder“-Schild auf der Straße der Einheit in Richtung Schule aufstellen. „Das Schild heißt, dass die Autofahrer verpflichtet sind, noch langsamer als 30 zu fahren“, sagt Radon. Daher sei es sinnvoller als die Geschwindigkeitsbegrenzung. Da das aber viele nicht wüssten oder nicht beachteten, wollte die Stadt zusätzlich mit den Plakaten aufmerksam machen. Für 23 ABC-Schützen beginnt am Montag der Schulalltag. Elenas Mutter ist froh, dass so viel für die Sicherheit der Kinder getan wird, denn „an der Ecke ist es wirklich gefährlich“. Damit das Plakat noch mehr Wirkung zeigt, soll es zudem noch an anderen Standorten angebracht werden. Und wenn die Schule angefangen hat, will das Ordnungsamt Eltern und Autofahrer über die besondere Situation vor Ort aufklären. Der Förderverein „Pro Kinder und Jugendliche“ stellt einen Verkehrshelfer, der die Kinder sicher über die Straße begleitet. „Auch Geschwindigkeitsmessungen führen wir unangemeldet durch“, macht Radon deutlich.

In den Sommerferien hat sich an der Schule noch mehr getan: Der Spielplatz zwischen Hort- und Schulgebäude wurde wesentlich erweitert. Nun gibt es zusätzlich ein Kletterhaus mit Kletterwand, Rutschstange und Hangelleiter. Eine übergroße Schaukel wurde ebenfalls installiert. Wegen ihrer überragenden Höhe von 3,50 Meter ist ein hohes und langes Schwingen möglich, „Schwatzen inklusive“, sagt Radon lachend, denn es gebe natürlich zwei Schaukeln. Eine Vergrößerung des Spielganges war notwendig geworden, weil das Außengelände der Schule „doch recht begrenzt“ sei, wie sie ergänzt.

Julia Tonne

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