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Markranstädt Schulfahrt führt über 14 Flugstunden und 10358 Kilometer nach Ecuador
Region Markranstädt Schulfahrt führt über 14 Flugstunden und 10358 Kilometer nach Ecuador
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14:24 19.05.2015
Dieses ganz spezielle Ortsschild nahmen die Markranstädter bei ihrer letzten Reise als Gastgeschenk der Stadt mit. Quelle: Stadt Markranstädt

Im Gepäck haben die Oberschüler und Gymnasiasten aus den achten bis zehnten Klassen als Gastgeschenk der Stadt einen schuhkartongroßem Holz-Maf aus der Manufaktur des Frankenheimer Spielzeugmachers Jörg Liebe. Als private Mitbringsel wird es unter anderem Milka- und Ritter-Sport-Schokolade geben. "Das haben sich die Gastfamilien ausdrücklich gewünscht. Hochwertige Schokoladen sind dort unglaublich teuer", so Rathaus-Sprecherin Heike Helbig. Rund acht US-Dollar koste eine. Helbigs Tochter fliegt selbst mit nach Ecuador, entsprechend aufgeregt sei sie, gesteht die Mutti.

Dabei ist der Schüleraustausch Markranstädt-Guayaquil beinahe Routine. Seit 2002 finde er jedes Jahr statt, so Organisator Christian Ebel-Geißler. Möglich geworden sei der Aufenthalt der Schüler durch Veikko Bersug. Der Lehrer, der an der Deutschen Schule in der größten Stadt Ecuadors (2,52 Millionen Einwohner) arbeitet, hatte in Leipzig studiert, nach diversen Zwischenstationen Arbeit in Ecuador gefunden, organisiert seitdem die Treffen mit seiner alten Heimat.

Die Reise beginnt morgen sehr früh - oder heute ganz spät, je nach Zeiteinteilung. Mittwoch Punkt 1.30 Uhr ist Abfahrt vom Sportcenter mit Kleinbussen nach Berlin, um am Morgen dort den Flieger nach Amsterdam zu erwischen. Ziemlich genau 14 Flugstunden und einen kurzen Zwischenaufenthalt in der Hauptstadt Quito später seien sie am Ziel, so Ebel-Geißler.

Dort kann das Abenteuer Südamerika gleich beginnen. Zusammen mit den Gasteltern geht es am ersten Wochenende zum Kennenlernen an den Pazifik. Der zweite Ausflug führt für drei Tage in die Hauptstadt Quito. Mit etwas Glück gehe es wieder bis hinein in den Präsidentenpalast, sagt Ebel-Geißler etwas vieldeutig. Grund: Er kennt einen, der einen kennt, der sie hinein lassen könnte, wenn es gerade passt. "Aber vorhersagen lässt sich das nicht", sagt er.

Aber auch so sei die Region Quito mit ihren prächtigen Kathedralen beeindruckend. Und beinahe jeder mache in der nahen Gedenkstätte den Satz über den Äquator, schmunzelt er. Da sind Fotomotive garantiert. Der dritte Ausflug ist wieder ein Abenteuer mit Rafting, Paddeln und Wassersport. Zwischendrin werden die Markranstädter an der Deutschen Schule unterrichtet, lernen Land und Leute kennen, nehmen auch als Leipzig-Vertreter an den traditionellen Humboldt-Spielen in Ecuador teil.

Die Markranstädter können mitfiebern. Denn die Gäste dürfen in diesem Jahr das Computerkabinett der Schule nutzen, ein Internet-Vorhaben starten. "Eine Projektaufgabe für die Schüler wird ein Reisetagebuch, das sie als Blog ins Internet stellen", sagt Ebel-Geißler. Die Adresse wird die LVZ vermelden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 14.10.2014
Jörg ter Vehn

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