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Markranstädt Schwangere finden jetzt auch in Markranstädt Beratungsstelle
Region Markranstädt Schwangere finden jetzt auch in Markranstädt Beratungsstelle
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00:01 06.06.2015
Im Weißbachhaus finden nun auch Schwangere Hilfe in allen Fragen. Quelle: André Kempner
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Markranstädt

Vorerst jeden ersten und dritten Freitag im Monat werde Diplom-Sozialpädagogin Sandra Dürrling von 8 bis 14 Uhr im Weißbachhaus am Markt sein, Frauen und ihre Familien unterstützen, kündigte Diakonie-Geschäftsführer Harald Bieling an. Zusätzlich sei sie auch jeden vierten Dienstag im Monat von 8 bis 18.30 Uhr im Ort, um auch nachmittags beraten zu können, kündigte Dürrling an. Aus ihren anderen Beratungsstellen wisse sie, wie wichtig es, auch andere Termine anbieten zu können. Dürrling macht Schwangerschaft- und Schwangerschaftskonfliktberatung auch in Pegau und Geithain. Darüberhinaus sei geplant, dass sie ihre Telefonnummer hilfesuchenden Frauen mitgibt, um für sie auch kurzfristig da zu sein, sagte Dürrling, die in einem Markranstädter Ortsteil wohnt.

Der Bedarf sei relativ groß, erklärte sie. Schon vor dem Start der Beratungsstelle gebe es erste Anfragen, in der Oberschule habe sie auch bereits an einem Präventionstag mitgemacht. Sie wünsche sich eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit auch mit Ärzten und Hebammen, sagte sie.

Die Diakonie wolle ihr Angebot kreisweit vorhalten, erklärte Dürrling die Öffnung der neuen Beratungsstelle in Markranstädt. Dies sei bewusst schon ein Angebot der evangelischen Kirche. "Wir glauben, dass wir die christlich-ethischen Fragen mit Kompetenz betreuen", so Dürrling. Zudem gebe es eine Reihe von Stiftungen, die schwangeren Frauen eventuell helfen könnten. Dankbar sei er der Kirchgemeinde für die Nutzung der Räume im Weißbach-Haus in der Schulstraße.

Pfarrer Michael Zemmrich war ebenso dankbar über das neue Angebot, sprach aber auch mahnende Worte über den Zustand einer Gesellschaft, in der eine Beratung immer häufiger nötig sei. "Immer mehr Menschen sind überfordert, für immer mehr wird etwas zum Problem", meinte Zemmrich. Da sei eine Orientierung an Werten wie den christlichen gut, die Antworten lieferten auf Fragen wie "Was sind uns Kinder wert" und "Warum sind Kinder so wertvoll?"

Bürgermeister Jens Spiske (FWM) dankte der Diakonie dafür, ihr Beratungsangebot nicht nur wie sonst üblich in einem Oberzentrum wie Leipzig vorzuhalten, sondern auch in einer Stadt wie Markranstädt. Dass dies ein kirchliches Angebot sei, müsse niemanden davon abhalten, meinte er. Schließlich sei unsere Gesellschaft von christlichen Werten geprägt.

Das Angebot steht allen hilfesuchenden Frauen offen, auch aus Leipzig. Ganz besonders praktisch: Es gibt keinerlei Berührungängste. Gleich nebenan hat ein Anwalt sein Büro, der auf Familienrecht spezialisiert ist.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 06.06.2015
Jörg ter Vehn

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