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Markranstädt Sechstklässler absolvieren Präventionsprojekt Sexualität
Region Markranstädt Sechstklässler absolvieren Präventionsprojekt Sexualität
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15:45 06.01.2010
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Markranstädt

„Sexualität ist für viele Zwölfjährige schon ein Riesenthema“, weiß sie seitdem. „Gerade Jungs reden viel drüber, Mädchen bekommen häufig schon in dem Alter ihre erste Regel und damit konfrontiert sowie überfordert werden die Schüler im Spätabendprogramm des Fernsehens sowieso.“ Um eventuelle Blutsturzphantasien vorzubeugen, gezielt Wissen Sexualität zu vermitteln und dabei auch Verständnis für das jeweils andere Geschlecht zu wecken, rief Wenck nach Rücksprache mit den Lehrern 2008 erstmals das Präventionsprojekt für die vier sechsten Klassen der Markranstädter Mittelschule ins Leben. Unlängst lief es nun zum zweiten Mal und kam an bei den Schülern. Sexualpädagoge René Schubert vom Verein LeMann betreute zweimal drei Stunden die Jungen, Katja Krolzik vom Verein Monaliesa in der Zeit die Mädchen. „Viele haben zu Hause keinen erwachsenen Ansprechpartner, dem sie ihre Fragen stellen können oder wollen“, begründet Wenck die externe Hilfe. „Wenn man das Feld öffnet und Vertrauen besteht zu den Pädagogen, dann kommen die Fragen“, berichtet Wenck. In Biologie, wo Aufklärung Thema ist, sei die Stimmung häufig zu albern. Finanziert wird das Projekt aus dem Fördertopf für das Ganztagesangebot. „Ich habe gelernt, das andere Geschlecht mehr zu respektieren“, sagt Harley. „Wo nun überall Haare sprießen und dass es einen Kitzler gibt“, hat Oliver erfahren. „Wir haben ein Vorbereitungsset für die Tage bekommen“, erzählt Nicole. „Dass es nur ein Verhütungsmittel für den Mann gibt“, hat Aicha gelernt und findet das schlecht, „weil wir die Arbeit damit haben“. Verständigt haben sich die Mädchen und Jungen in ihren Gruppen auch darüber, wie man Geschlechtsteile bezeichnet. „Die Jugendlichen sollen etwas über ihre körperlichen Veränderungen erfahren.“ Die Jungen haben zusätzlich geboxt, die Mädchen ein Selbstbehauptungstraining durchgespielt, was Wenck wichtig findet, damit sie sich nicht an den Hals des Nächstbesten werfen. In erster Linie sei es um Faktenvermittlung gegangen, so die Schulsozialarbeiterin. Bei den Mädchen habe das Einsetzen der Periode im Vordergrund gestanden. Mit zwei interessierten Gruppen will Wenck das Thema noch vertiefen. Auch die Jungen haben einen kleinen Ratgeber mit dem Titel „Wie geht’s wie steht’s?“ bekommen. „Ich bin mir sicher, dass der ein oder andere im stillen Kämmerlein statt in der Bravo auch darin blättert“, hofft Wenck. Auf Verhütung sei je nach Interesse eingegangen worden. Während manche laut Auswertungsbogen für sich befinden, dass Sexualität sie noch nicht interessiert, bemerken andere, dass sie nun mit ihren Körper ganz anders umgehen, während ein Dritter nun offener über Sexualität reden will – zum Beispiel mit den Eltern.

Kendra Reinhardt

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