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Markranstädt Sonderstadtrat votiert für Vierzügigkeit
Region Markranstädt Sonderstadtrat votiert für Vierzügigkeit
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19:24 15.03.2010
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. Da wegen des Umbaus die Zahl der Räume nicht ausreicht, tagte am Samstag der Sonderstadtrat. Dieser sprach sich einstimmig für die Vierzügigkeit aus. Eine bessere Auslastung der Klassenzimmer durch gemeinsame Nutzung und Unterricht im Mehrgenerationenhaus sollen Ausgleich schaffen.

Dank des Votums können nun jeweils vier fünfte Klassen in beiden Schularten gebildet werden. Bis zum gestrigen Fristende am Gymnasium haben sich allein 99 Schüler im Haus Markranstädt angemeldet. Für die Mittelschule rechnete die Verwaltung mit etwa 110 Schülern.

Die Entscheidung der Stadträte beruht auf den angenommenen Anmeldezahlen. Wäre die aktuelle Dreizügigkeit beibehalten worden, hätten Interessenten abgelehnt werden müssen. Dies wäre den Bemühungen der Stadträte und der Verwaltung entgegengelaufen, die den Schulstandort stärken wollen und langfristig wieder die Eigenständigkeit des Gymnasium anpeilen.

Wie die Erste Beigeordnete Beate Lehmann berichtete, verlassen mit Schuljahresende zwei zehnte Klassen sowie eine Hauptschulklasse die Einrichtung. Vom Gymnasium gehen zwei Klassen ab, während vier neue hinzukommen. Im Jahr 1996 wurde der Schulkomplex für einen zweizügigen Betrieb beider Schulformen ausgelegt, so die Beigeordnete. Wegen der geburtenschwachen Jahrgänge gebe es aktuell an der Mittelschule keine 9. Klasse, am Gymnasium keine 10. und 12. Klasse. Dadurch unterliegen die Schülerzahlen immer Schwankungen, wie der SPD-Stadtrat und ehemalige Leiter der Mittelschule Klaus Bräunig unterstrich.

Lehmann betonte weiter, dass sich die Leiterinnen – Erika Ettelt von der Mittelschule und Kerstin Güntner vom Gymnasium – für die Vierzügigkeit beider Schulformen ausgesprochen hätten. Auch die Lehrer wollen die vorübergehenden Erschwernisse auf sich nehmen. Auf „überwiegende Zustimmung“ sei die Vierzügigkeit gestoßen. Die Raumproblematik werde als lösbar angesehen, sagte Lehmann. So sollten Unterrichtsräume zeitweise gemeinsam genutzt werden. Ferner ergäben sich – wie bereits in der Vergangenheit praktiziert – für die älteren Jahrgänge Möglichkeiten im Mehrgenerationenhaus. „Beide Schulen schätzten ein, dass bis zum Bezug des Neubaus ohne Abstriche an der Unterrichtsqualität mit der Raumsituation umgegangen werden kann“, resümierte Lehmann.

Wie sich das auf den Haushalt auswirkt, präzisierte die Beigeordnete: „Die Fixkosten des Betriebs bleiben von der tatsächlichen Schülerzahl unberührt. Die Kosten für Lehr- und Unterrichtsmittel, für Veranstaltungen und Wandertage werden nach den Zahlen für 2010 im Haushaltsplan berücksichtigt. Im Rahmen des Finanzausgleichs erhalte man über den Schülerveredlungsfaktor Zuweisungen vom Freistaat, der auch eine Lehrmittelergänzungspauschale ausreicht.

Die Umgestaltung und Sanierung des Altbaus, der um einen Neubau ergänzt wird, dauern laut Plan noch rund sechs Monate an. Das bedeutet, dass erst Mitte des neuen Schuljahres alle Klassenräume zur Verfügung stehen.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Heiko Küster sagte: „In der Mittelschule wird langfristig die Vierzügigkeit angeboten werden müssen, weil ab 2011 der Zensurendurchschnitt verändert wird. Bei einem erforderlichen Durchschnitt von 2,0 wird dann wieder das Gros auf die Mittelschule gehen“, meinte der Lehrer. „Es ist nicht unser Ziel, in jedem Jahr an beiden Schulen vier Klassen aufzunehmen“, berichtete Lehmann. In Anbetracht der bevorstehenden Änderung der Zugangsbedingungen für das Gymnasium und auch der offenen Position Sachsen-Anhalts zum Wunsch- und Wahlrecht gebe es in der Schulnetzplanung noch eine Reihe von Unbekannten. Auch vor diesem Hintergrund habe der Stadtrat der erneuten Vierzügigkeit zugestimmt.

Kendra Reinhardt

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