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Markranstädt Sperrung verärgert Anwohner
Region Markranstädt Sperrung verärgert Anwohner
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17:35 19.07.2010
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Markranstädt

Denn dann müssen diejenigen, die sich im südlichen Teil des Ortes befinden, über Schkeitbar und Thronitz ausweichen, wenn sie die Gleise queren wollen. Das beunruhigt Bürger, die seit Tagen weder wissen warum, noch wie lange die Sperrung gilt.

Klaus Herrmann aus Seebenisch ärgert sich über die Maßnahme. „Der alte Bahnübergang könnte als Umleitung für den bestehenden dienen“, meint er. Wenn am ehemaligen Bahnübergang die Poller entfernt werden, sodass man den heutigen Elster-Saale-Radweg quert, könnte der Verkehr günstiger umgeleitet werden. „Stattdessen sollen wir bei den hohen Spritpreisen jetzt über Thronitz fahren“, ärgert sich der Anwohner. Das seien ungefähr zehn Kilometer Umweg, rechnet er vor. Für den Arztbesuch innerhalb des Ortsteils müsste er dann einmal im Kreis über Schkeitbar und Thronitz fahren, nur um im nördlich der Bahnlinie gelegenen Teil des Ortes Seebenisch zu gelangen. „Die Menschen haben überhaupt keine Information darüber erhalten, was gemacht werden soll“, beschwert sich Herrmann. Das Büro des Landrates weiß darüber nichts. „Bei uns im Haus ist ein Vorhaben in Seebenisch unbekannt“, informiert Roswitha Thiemer, die vermutet, dass es sich um eine Baustelle der Stadt Markranstädt handelt. Dort berichtet Claudia Lutz auf Anfrage: „Leider liegen uns von der für die Straße zuständigen Behörde nach wie vor keine belastbaren Informationen zur geplanten Maßnahme vor.“ Auch die Deutsche Bahn verneint: „Unsere Recherche hat ergeben, dass an dem Bahnübergang seitens der DB AG an der am 31. August 1999 stillgelegten Strecke Leipzig-Pörsten keine Arbeiten vorgesehen sind“, sagt Sprecher Jörg Bönisch.

Des Rätsels Lösung hat Ortsvorsteher Dieter Trotz aus Gesprächen mit Anwohnern erfahren. „Deren Häuser erhalten neue Abwasseranlagen. Zurzeit sind diese noch an die Schleuse angeschlossen, die das Abwasser in den Wiesengraben leitet“, verrät er. Nun werden die Gebäude an die andere Schleuse angeschlossen, die das ungeklärte Wasser zum vorhandenen Klärwerk in Seebenisch leitet, sodass keine Biokleinkläranlage benötigt wird, sagt der Ortsvorsteher. „Das wird wohl nur zwei Tage dauern“, schätzt er, will sich aber nicht genau festlegen. Für die geforderte Umleitung müsste man das Straßenbauamt befragen und sich abstimmen, sagt er. Beim Zweckverband für Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung konnte gestern Nachmittag niemand präzisieren, wie lange die Arbeiten voraussichtlich dauern werden.

Kendra Reinhardt

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