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Markranstädt Spielmannszug hört auf - Fahne und Trommel fürs Heimatmuseum
Region Markranstädt Spielmannszug hört auf - Fahne und Trommel fürs Heimatmuseum
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17:16 19.05.2015
Heimatgeschichte: Thomas Becker (l.) und Uwe Beier (r.) vom Spielmannszug übergeben Hanna Kämmer (2.v.r.) die Vereinsutensilien, Beate Lehmann hält die Jacke. Quelle: André Kempner

Gut ein Dutzend Unterschriften von ehemaligen Mitgliedern zieren die Trommel, die Vorsitzender Thomas Becker und Vereins-Organisator Uwe Beier gestern an Hanna Kämmer vom Museum übergaben. Unter ihnen war auch die von Dieter Sprotte, der 58 Jahre beim Spielmannszug dabei war. Am Ende hätten immer weniger mitgemacht, sei der Nachwuchs ausgeblieben, habe die Raumsituation mit dem privaten Besitzer im Teichweg den Ausschlag gegeben, erzählte Becker. Die Vereinsmitglieder hätten die dortigen Räume seit 2000 mietfrei genutzt und ausgebaut, inzwischen aber abgeben müssen.

Die Erste Beigeordnete Beate Lehmann bedauerte die Vereinsauflösung. "Uns tut es als Stadt besonders weh, dass gerade die Kulturvereine unter Nachwuchssorgen leiden", sagte sie. Als weitere Beispiele nannte sie die im Vorjahr beschlossene Auflösung des Heimatvereins Großlehna nach 50 Jahren und das Ende des Karnevalsclubs Kulkwitz in diesem Frühjahr.

Verglichen mit anderem Städten wie etwa Schkeuditz oder Taucha sei die Abwanderung von Markranstädter Jugendlichen besonders hoch. Die Stadt versuche bereits seit einiger Zeit über das Programm "Jugend bewegt Kommune" gegenzusteuern, den jungen Leuten mehr Mitsprachemöglichkeiten zu schaffen und habe zum Beispiel bei den Sportvereinen auch schon einiges erreicht. "Aber bei den Kulturvereinen ist uns dies noch nicht gelungen", so Lehmann.

Der Spielmannszug werde beim diesjährigen Kinderfestumzug nun nicht mehr dabei sein, bedauerte Becker. Er habe den letzten acht Musikanten die Instrumente mitgegeben. Bis zum Kinderfest werde aber auf jeden Fall das Heimatmuseum wieder öffnen, kündigte Kämmer an. Dort würden der Spielmannszug und seine Geschichte auf jeden Fall eine eigene Ecke bekommen, versprach sie.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 26.04.2013

Jörg ter Vehn

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