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Markranstädt Spiske setzt bei Toilettenfrage auf neues Café oder Gaststätte
Region Markranstädt Spiske setzt bei Toilettenfrage auf neues Café oder Gaststätte
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07:00 03.02.2018
Auf dieser Grünfläche an der Uferpromenade des Kulkwitzer Sees könnte eine neue gastronomische Einrichtung auch die ersehnten Toiletten an den See mitbringen. Quelle: André Kempner
Markranstädt

Dankeschön fürs Ehrenamt, Ausbau der Karlstraße, neue Firmen und die Toilettenfrage: Markranstädts Stadtrat tagte.

Zu Beginn ehrte Bürgermeister Jens Spiske (Freie Wähler Markranstädt) die Mitglieder der Einsatzeinheit des DRK-Ortsverbandes Markranstädt. Die waren in Truppstärke mit dem stellvertretenden Vorsitzenden Mathais Martens in den Ratssaal eingerückt. Ohne das Ehrenamt würde das Land nicht funktionieren, sagte Spiske. „Das DRK ist in Markranstädt immer dabei, wenn es zum Beispiel bei Veranstaltungen etwas abzusichern gibt“, würdigte er das Engagement. Als Dank bekamen alle Mitglieder die Sächsische Ehrenamtskarte, die zum Beispiel vergünstigten Eintritt zu Museen verschafft.

Bei den weiteren Themen ragte die Antwort Spiskes auf die Bürgerfrage von Manfred Schwung zum Planungstand der im Vorjahr beschlossenen Toilettenanlage am Westufer des Kulkwitzer Sees heraus. Wie berichtet, war im vorigen Juli der Bau für rund 200 000 Euro (inclusive 170 000 Euro Fördergeld) am Kopf der Treppenanlage des barrierefreien Einstiegs in den See für 2018/2019 beschlossen worden.

Spiske erklärte, die Fläche am See sei ein wertvolles Baufeld. „Es gibt Zeichen, dass es private Investoren dafür geben könnte“, erklärte er. Im Rahmen einer Gaststätte oder eines Cafés könnten dort die benötigten Toiletten hinkommen. Daher sei es „opportun“ für die Stadt abzuwarten, ob es nicht eine steuermittelfreie Lösung des Problems gibt. Das Grundstück, eine 380 Quadratmeter große Fläche, sei ausgeschrieben. Er gehe davon aus, Mitte des Jahres mehr zu wissen, sagte Spiske. Wenn das nicht gelinge, könne die Stadt immer noch die Fördermittel abrufen und bauen. Zumindest eins ist damit klar: 2018 wird es auf keinen Fall etwas mehr mit einer barrierefreien öffentlichen Toilette am Kulki-Westufer. An anderen Seen im Südraum gibt es davon bereits mehrere.

Weitere Themen:

– Die Pläne, auf einer ehemaligen Bergbaufläche in Schkeitbar eine Photovoltaik-Anlage zu errichten, müssen nochmal überarbeitet und dann erneut vom Stadtrat gebilligt werden. Das ist das Ergebnis von Einwänden aus Ämtern und Öffentlichkeit.

– Über den Bebauungsplan „Windenergie Frankenheim“, der den Bau von zwei Windrädern regelt, wird ein weiteres Jahr eine Veränderungssperre verhängt. Laut Bauamtsleiter Sven Pleße soll gewartet werden, was der gerade in Überarbeitung befindliche Regionalplan Westsachsen dazu aussagt. Nach bisherigen Erkenntnissen soll die Fläche nicht zu den Vorranggebieten für solche Anlagen zählen, wäre damit nicht genehmigungsfähig.

– Auf dem Gelände der „Alten Gärtnerei Quesitz“ sollen vier bis fünf Einfamilienhäuser entstehen dürfen. Der Stadtrat stimmte zu, eine entsprechende Satzung für das städtische Areal aufzustellen.

– Die Karlstraße wird zwischen „An der Schachtbahn“ und Leipziger Straße ausgebaut. Laut Pleße ist im Juni der eigentliche Baubeginn geplant. Das Straßenstück ist 420 Meter lang, der Ausbau kostet rund 1,5 Millionen Euro.

– Drei Gewerbegrundstücke in der Ran-städter Mark und eines in Großlehna werden verkauft. Zwei Werbefirmen, eine Großküche und ein Balkon- und Stahlbauer sollen die Flächen bekommen, Arbeitsplätze in die Stadt bringen.

Von Jörg ter Vehn

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