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Markranstädt St. Martin macht ’s möglich: Ohne Sorgen einkaufen
Region Markranstädt St. Martin macht ’s möglich: Ohne Sorgen einkaufen
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07:00 19.08.2016
Hüte, Jacken, T-Shirts: Im St. Martin-Lädchen gibt es (fast) alles. Quelle: Foto: André Kempner
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Markranstädt

Der Zuspruch könnte noch größer sein, aber das St. Martin-Lädchen gibt es ja auch erst ein paar Wochen. In denen seien im neuen Markranstädter Sozialkaufhaus der Kirchgemeinde allerdings viele sehr gute Erfahrungen eines neuen Miteinanders gemacht worden, sagt Pfarrer Michael Zemmrich.

Kinderschuhe für 50 Cent, T-Shirts oder Kleider oft unter einem Euro - selten sind Waren, selbst Markenprodukte wie Nike-Air-Sportschuhe, teurer als zwei Euro. Sogar Elektrogeräte, Spielsachen, Taschen und Handtücher gibt es. Letztere sind eine kleine Überraschung: „Wir hätten nie gedacht, dass Handtücher so gut gehen“, staunt Claudia Uhlmann-Zemmrich, die den Laden mit 13 ehrenamtlichen Helfern führt.

Viele Überraschungen hat das Team seit dem Öffnungstag Ende Mai erlebt. Kinderspiele seien zum Beispiel stark gefragt, erklärt die Pfarrersfrau. Aber selbst ein Eimer weiße Wandfarbe sei sofort weggegangen.

Dienstagsvormittags und Donnerstagsnachmittags ist im Markt 11 geöffnet, jedes Mal komme rund ein halbes Dutzend Käufer. „Wir haben einige, die sind jedes Mal da“, sagt Uhlmann-Zemmrich. Zeitgleich schauten Bürger mit neuen Spenden vorbei. „Mitunter kommt es vor, dass die neuen Sachen dann gleich wieder rausgehen“, schmunzelt sie.

„Manche Familien schicken ihre Kinder mit zwei Euro, sie sollten sich hier was Schönes aussuchen“, erzählt der Pfarrer. Die Mitarbeiter seien dann ganz gerührt, gäben ihr Bestes. „Und ein Mädchen geht dann mit drei Kleidern glücklich nach Hause“, sagt er. Für viele, die nicht so viel Geld hätten, erfülle das St. Martin-Lädchen eine wichtige Funktion. „Sie können hier drei bis fünf T-Shirts mitnehmen, ohne finanzielle Probleme“, erzählt er.

Schlechte Ware ist nicht dabei. Dafür sorgt das Lädchen-Team, sortiert gewissenhaft aus. „Aber die meisten Leute gebe auch wirklich gute Sachen“, sagt Uhlmann-Zemmrich, zeigt zum Beispiel auf ein Kaffeeservice von Villeroy & Boch. Die Leute könnte ihre Sachen ja auch bei Ebay verkaufen, aber brächten es lieber ins Lädchen - „weil sie wissen, dass es hier gebraucht wird“, sagt der Pfarrer. Und was zuviel ist, gehe an Obdachlosenheime der Region.

Bis nächsten Dienstag noch ist Sommerschlussverkauf, gibt es zwei Sommersachen zum Preis von einer. Danach werden Herbst- und Wintersachen angenommen. Dafür werde Platz benötigt, wirbt Lädchen-Chefin Uhlmann-Zemmrich.

Von Jörg ter Vehn

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