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Stadt Markranstädt ist über 143 Millionen Euro wert - rein buchhalterisch

Stadt Markranstädt ist über 143 Millionen Euro wert - rein buchhalterisch

143 519 805,24 Euro - das ist Markranstädt wert - zumindest war es das rein rechnerisch zum Stichtag 1. Januar 2013. Die Vorlage der gesetzlich geforderten Eröffnungsbilanz war einer der zahlreichen Beschlüsse der jüngsten Stadtratssitzung.

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Gute Vermögenswerte im bundesweiten Schnitt belegt die Bilanz - aber ins Sportcenter regnet es immer noch rein.

Quelle: André Kempner

Silke Kohles-Kleinschmidt von der Kämmerei trug das gewaltige Zahlenwerk der Bilanz den Räten vor. Noch gewaltiger war da nur der dahinterliegende Aufwand. Für die Erfassung des Vermögens der Stadt seien unter anderem 2500 städtische Grundstücke und 60 kommunale Objekte bewertet, 140 Kilometer Straßen abgefahren und 104 000 Fotos erstellt worden. Der Wert von 4800 Straßenbäumen sei ebenfalls ermittelt worden, wie der von 2700 Verkehrszeichen. Zieht man dem Vermögen von gut 143,5 Millionen Euro Schulden und Verbindlichkeiten ab, bliebe ein Basiskapital von 82 931 945,69 Euro übrig, so die Fachfrau. Diese rein rechnerische Größe stelle das Eigenkapital der Stadt dar, die Quote liege mit 57,8 Prozent höher als beim bundesweiten Schnitt von 20 bis 25 Prozent. Die Räte stimmten einmütig zu.

47 000 Euro extra stellt der Stadt der Arbeiterwohlfahrt (AWO) für das pädagogische Personal in Kitas und Horten zur Verfügung. Die Lohnsteigerung war - wie schon aus Großpösna berichtet - nötig, um die Schlechterstellung gegenüber anderen Freien Trägern und kommunalem Kita-Personal etwas aufzufangen. Weitere Träger hätten ähnliches avisiert, so die Erste Beigeordnete Beate Lehmann. Ebenso verlange der geänderte Betreuungsschlüssel künftig mehr Personal. Sie kündigte im nächsten Stadtrat eine Diskussion zur Erhöhung der Elternbeiträge an. Die Verwaltung schlage den gesetzlichen Höchstwert von 23 Prozent vor. Die Stadt habe in den letzten zehn Jahren ihre Ausgaben für die Kinderbetreuung verdreifacht, liege jetzt bei 2,4 Millionen Euro, gab sie zu bedenken.

Drei weitere große Baugrundstücke im neuen Wohngebiet am Westufer des Kulkwitzer Sees wurden veräußert. Es gab nur wenige Gegenstimmen.

Um die Bewerber für den Kita-Neubau "Am Stadtbad" beurteilen zu können, beschloss der Stadtrat einstimmig, eine Jury zu bilden. In dieser werden neben dem Bürgermeister, der Beigeordneten und der Bauamtschefin auch alle Fraktion mit je einem Mitglied vertreten sein.

Die Straßenreinigung von Großlehna wird wie vom Ortschaftsrat gewünscht neu organisiert und ausgeschrieben. Damit bleibt alles beim gewohnten Sonderweg, eventuell steigen aber die Gebühren. Ein einstimmiger Beschluss.

Das Christliche Jugenddorf (CJD) , der auch den Jugendclub Gaschwitz betreibt, ist von 13 angeschriebenen möglichen Trägern einziger Bewerber für das Jugendbegegnungszentrum Markranstädt. Der Verein will eine Vollzeitstelle einrichten, bisherige JBZ-Mitarbeiter könnten sich bewerben, hieß es.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 05.09.2015
Jörg ter Vehn

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