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Markranstädt Stadt setzt Hochwasserschutzkonzept um
Region Markranstädt Stadt setzt Hochwasserschutzkonzept um
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16:57 20.08.2010
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Markranstädt

Letztere waren in den Jahren 2002 und 2003 von starkem Hochwasser betroffen.

Seitdem habe die Verwaltung nach Kräften an einem leistungsstarken Schutzkonzept gearbeitet, so Lutz.

Dieses konnte schließlich Anfang 2009 verabschiedet werden. Die Umsetzung erster Maßnahmen hat begonnen. So würden die Durchlässe zum Ellerngraben in der Pappel- und Birkenallee erweitert. Diese sollen im Fall eines Hochwassers den Abfluss fördern. Im Zusammenhang des Hochwasserschutzes ist auch die neu entstehende Verbindungsstraße zwischen Markranstädt und Frankenheim auf besonderes Interesse gestoßen. Diese kennzeichnet sich durch eine ungewöhnlich hohe Lage. Die Straße selbst ist jedoch keine Hochwasserschutzanlage im eigentlichen Sinne, stellte das Markranstädter Bauamt klar. Richtig ist, dass die Trasse die natürlichen Einzugsgebiete von Dorf- und Ellerngraben quert und somit einen gewissen Schutz vor Hochwasser bietet. „Sie wurde erhöht gebaut, damit die Entwässerung der Anlage selbst schnell funktioniert.“ Die Niederschläge werden über den bereits gut erkennbaren westlichen Straßengraben abgefangen und den zwei neu angelegten Regenrückhaltebecken zugeleitet. Das kleine Becken verfügt über eine Kapazität von 2786 Kubikmetern und einen Überlauf in das größere. Für letzteres – es fasst 9963 Kubikmeter – wurde Erde ausgehoben und eine Oberbodenschicht eingebaut, ohne dabei wasserdurchlässiges Erdreich anzuschneiden. Das Wasser aus dem großen Rückhaltebecken wird über einen Ablauf in den Ellerngraben abgeleitet.

Aktuell heben Arbeiter Erde für die Entwässerungsgräben aus. „Obwohl diese noch nicht vollständig fertiggestellt sind und die Niederschläge mit bis zu 80 Litern pro Quadratmeter von Sonntag bis Mittwoch beachtlich waren, zeigten beide Becken bereits gute Wirkung“, heißt es aus der Stadtverwaltung. Die gefundenen Drainageleitungen seien in das Entwässerungssystem eingebunden worden. Das Planungsbüro geht davon aus, dass sich in den Becken durch Eintrag und Anflug selbstständig Pflanzen ansammeln, die schwankende Wasserstände tolerieren. Für September plant die Verwaltung eine Baustellenführung mit dem Ingenieurbüro, bei der interessierte Bürger einen genauen Einblick erhalten können.

Kendra Reinhardt

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