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Markranstädt Stadt will Frankenheimer zur Priesteblicher Straße befragen
Region Markranstädt Stadt will Frankenheimer zur Priesteblicher Straße befragen
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15:58 19.05.2015
Nicht öffentlich: Trotzdem nutzen viele Autofahrer die Priesteblicher Straße in Frankenheim als Abkürzung. Die Schranke ist mal wieder weg. Quelle: Jörg ter Vehn
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Markranstädt

Eine Schranke, die dies verhindern soll, wird regelmäßig zerstört. Und wenn sie mal geschlossen ist, dann hat die Feuerwehr - wie erst vor wenigen Wochen geschehen - mal wieder keinen Schlüssel dafür, muss umdrehen und lange Umwege Richtung Frankenheim fahren.

Gründe genug, das Thema konzeptionell anzugehen, dachte sich schon im Vorjahr der Ortschaftsrat und beantragte den Ausbau und die Öffnung der Straße für den reinen Anliegerverkehr (die LVZ berichtete). Die Anwohner der Priesteblicher Straße befürchteten jedoch deutlich mehr Verkehr direkt vor ihrer Haustür, sprachen bei Bürgermeister Jens Spiske (FWM) vor, der das Thema erst mal zur "Prüfung" ins Bauamt gab.

Beim jüngsten Stadtrat verlas Spiske die Ergebnisse einer aktuellen Zählung der verbotenen Durchfahrt. Auf rund 900 Fahrzeuge am Tag kamen die Experten. "Es gibt einen Bedarf für diese Straße. Sonst würden nicht so viele Leute da lang fahren", meinte Stadtrat Jens Schwertfeger (CDU), zugleich Ortschef.

Er hatte bereits in seinem Antrag auf den bis zu rund 3,5 Kilometer langen Umweg in die Kernstadt hingewiesen, zu dem die Bewohner seines Ortes gezwungen seien. Jährlich kämen dadurch weit über eine Million unnötig gefahrener Kilometer zusammen, bat er diese Woche erneut um Klärung der Ausbaufrage. Schließlich seien Frankenheim und der Ortsteil Lindennaundorf seit der Wende von rund 600 auf nunmehr 1400 Einwohner stark gewachsen. Da müsse auch über Folgen für die Infrastruktur nachgedacht werden, wie zudem auch schon im Eingemeindungsvertrag von 1997 formuliert, forderte Schwertfeger.

Bei der Bürgermeistersprechstunde im Ort kamen diese Woche Schranke und Abkürzung ebenfalls zu Wort. Beobachter berichteten, Befürworter und Gegner der Öffnung hätten sich in etwa die Waage gehalten, die gegenseitigen Argumente ausgetauscht, der Bürgermeister zu moderieren versucht.

Spiske kündigte diese Woche an, vom Bauamt derzeit das Für und Wider zu einer Öffnung erarbeiten zu lassen. Pro und Contra sollten sauber herausgearbeitet, die Einwohner Frankenheims dann zu ihrer Meinung befragt werden, versprach er. Abschließend entscheiden müsse jedoch der Stadtrat, klärte er über die Rechtslage auf. Denn bei einem eventuellen Ausbau der Straße gehe es um eine beträchtliche Summe, die dafür nötig werde, sagte er.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 16.05.2015

Jörg ter Vehn

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