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Stadtmöbel verlocken zum Sitzen - und zum Spötteln

Stadtmöbel verlocken zum Sitzen - und zum Spötteln

Kaum sind sie aufgestellt, geht das Gerede schon los: Markranstädts neue Stadtmöblierung ist nicht jedermanns Sache. Aber zum Sitzen sind die roten Kringel offenbar trotzdem gut geeignet.

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Die einen reden darüber, die anderen sitzen lieber drauf und reden miteinander: Die neuen Stadtmöbel in der Leipziger Straße in Markranstädt werden gut angenommen. Dennoch regte sich im Stadtrat jüngst ein Mitglied über die Gestaltung auf, gibt es Spott in Bürgerkreisen.

Quelle: André Kempner

Markranstädt. Stadtrat Peter Mette (CDU) machte bei der jüngsten Sitzung angesichts der Möbel ein Riesen-Fass auf. Er sei schon von Bürgern angesprochen worden, was diese "Aschenbecher" sollten. Er sehe sich dabei als Stadtrat übergangen. "Warum ist das nicht mit uns diskutiert worden?", fragte er in Richtung Bauamtschefin Uta Richter.

Die muss sich ob ihrer Gestaltungsidee inzwischen auch im Internet von einem Markranstädter Blogger verspotten lassen. Im Stadtrat nahm die Erste Beigeordnete Beate Lehmann ihre Angestellte aber ausdrücklich in Schutz. Sie habe selbst am Morgen vom Rathaus aus das Aufstellen der Sitzmöbel bemerkt und den Protest geahnt, so Lehmann am Donnerstagabend. "Ich weiß, dass das nicht überall Begeisterung findet", sagte sie.

Aber am 25. Februar sei in einer Sitzung des Technischen Ausschusses über die Möbel gesprochen und ein entsprechender Beschluss gefasst worden. Damals sei nichts dagegen vorgebracht worden. Die Farbe sei damals offen geblieben und der Entscheidung des Bauamtes überlassen worden. Dort sei Rot gewählt worden, "die Möblierung zieht sich damit wie ein roter Faden durch die Stadt", schwärmte Lehmann. Nur: Die Stadtfarbe im neuen Corporate Design ist eigentlich ist ein helles Grün.

"Das Vorhaben sollte im Stadtrat vorgestellt werden, hat es damals geheißen", meinte Mette sich zu erinnern. Lehmann widersprach. Im Ausschuss sei darüber beraten und befunden worden. "Und bitte akzeptieren Sie, dass ein Beschluss aus dem Ausschuss nicht erneut auf die Tagesordnung im Stadtrat kommt", forderte sie. Mette ist nicht Mitglied im Ausschuss.

Das rote Ensemble aus überdimensionalem Blumentopf und den Sitzringen, das seit Ende voriger Woche nun nahe dem Alten Ratsgut an der Leipziger Straße steht, findet trotz der starken Worte offenbar seine Bestimmung. Schon am Freitag wurden sitzende Passanten darauf gesichtet, "junge und ältere Mitbürger", so Rathaussprecherin Heike Helbig. Sie betonte die Variabilität der Möbel. Das Schöne an ihnen sei ja, dass man mit den Füßen im Innern eine kleine Gesprächs- und Sitzgruppe bilden könne, oder mit den Füßen außen das Drumherum an der Leipziger Straße an sich vorbeiziehen lassen könne.

"Kringel", "Sandkasten ohne Sand", Aschenbecker", "Stonehenge" - Namen für die roten Rastplätze gibt es inzwischen einige. Von den Möbeln sollen nun weitere folgen. Laut Helbig sind weitere am Kulkwitzer See geplant, ebenso nach Möglichkeit auch an der Leipziger Straße selbst.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 09.07.2013

Jörg ter Vehn

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