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Markranstädt Stadtrat: Linke-Chefin will mehr Profit am See
Region Markranstädt Stadtrat: Linke-Chefin will mehr Profit am See
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15:35 19.05.2015

Lange hatte schon im Vorfeld der Verwaltungsausschuss über den Verkaufspreis weiterer Baugrundstücke am Westufer des Kulkwitzer Sees beraten. Daher holte Heike Kunzemann, Fraktionschefin der Linken, nur noch kurz aus, warnte aber umso eindringlich vor dem Verkauf. Sie hätten schließlich eine Verantwortung gegenüber der Stadt und ihren Bürgern, müssten Straßen, Wege und Infrastruktur intakt halten, Geld übrig behalten für freiwillige Leistungen der Stadt, die ihr Gesicht prägten. Alles refinanziere sich letztlich über den Verkauf der Grundstücke. "Wenn wir jetzt die Filetstücke der Stadt verkaufen, muss auch was Ordentliches rauskommen", mahnte sie - zumal die Grundstücke teurer in der Erschließung geworden seien. Konkrete Zahlen nannte Kunzemann nicht, daher blieb ihre Rede für Beobachter unklar. Grund: Die Stadträte hatten vorher vereinbart, über die Kaufsumme zu schweigen.

Marko Daubitz (FDP) widersprach ihr. Die Grundstücke seien keine Filetstücke und würden auch nicht unter Wert "verschachert". Der Verkaufserlös liege deutlich über der benötigten Summe und das wisse auch Kunzemann, erklärte Daubitz sein Unverständnis über die "heftigen Worte" der Linken-Chefin.

"Was wäre denn die Alternative?", fragte Katrin Haenel (CDU). Ein Nicht-Verkauf sei schließlich auch keine Lösung. Hans-Jürgen Berg (Linke wollte schließlich wissen, wie viele Grundstücke inzwischen verkauft seien. "16 und fünf sind reserviert", sagte die Erste Beigeordnete Beate Lehmann, korrigierte nach der Sitzung ihre Angaben aber auf 13 verkaufte. Für zwei weitere gebe es feste Vorverträge, sechs seien reserviert. Insgesamt würden im Baugebiet rund 38 Grundstücke veräußert.

Die Preise bewegten sich bislang bei rund 200 Euro pro Quadratmeter. Über die neuen Preise schwieg auch Lehmann. "Aber der Gutachterausschuss des Kreises hat ihnen ausdrücklich zugestimmt." Nach LVZ-Informationen soll der Preis nur geringfügig unter den bisherigen liegen - wegen der etwas schlechteren Lage der Grundstücke. Mehrheitlich bei drei Nein-Stimmen votierte der Stadtrat für den Verkauf der Flächen.

Einstimmig stimmte das Gremium für die Aufstellung des Bebauungsplanes "Zu den Windmühlen" und eine Veränderungssperre über das Gebiet. Die Fläche nördlich der Siemensstraße und östlich der Wohnbebauung an der Nordstraße schließt an das Gewerbegebiet Ranstädter Mark an und soll ebenfalls Gewerbe aufnehmen.

In der übernächsten Woche könne das Sportcenter voraussichtlich wieder geöffnet werden, erklärte Bauamtschefin Uta Richter. Das Dach sei dicht, das beanstandete Styropor darin könne nun ausgetauscht werden. Die Messungen zum Feuchteschaden im Boden hätten ergeben, dass die Spielfläche trocken sei, es aber fünf nasse Zonen im Center gebe, etwa im Laufbereich, den Duschen, dem Kriechgang und dem Technik-Bereich. 15 Einzelpunkte seien aufgefallen, an denen Dichtungen offenbar fehlerhaft ausgeführt worden seien. Dies müsse nun auch juristisch verwertbar aufgearbeitet werden. Dann könnten die Bereiche jeweils einzeln abgesperrt und saniert werden. Dem Spiel- oder Trainingsbetrieb stehe das aber nicht im Wege. Lehmann kündigte an, nun nach Vorliegen der Ergebnisse mit den Beteiligten das Sanierungskonzept und die jeweilige Kostenbeteiligung aushandeln zu wollen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 12.10.2013

Jörg ter Vehn

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