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Markranstädt Stadtrat will Grundschule ausbauen und Sportcenter reparieren
Region Markranstädt Stadtrat will Grundschule ausbauen und Sportcenter reparieren
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16:30 19.05.2015
So soll nach einer ersten Skizze von Architekt Thomas Näther die Grundschule mit dem hier bunt gestalteten Anbau von Westen aus aussehen. Quelle: Stadt Markranstädt

Lag es an der ausgefallenen Klimaanlage im Ratssaal unterm Dach, lag es an den 20 Tagesordnungspunkten - es gab dieses Mal keine langen Debatten, höchstens mal eine kurze Nachfrage, und nur einstimmige Beschlüsse. Hier die wichtigsten:

- Die Grundschule Markranstädt, 2001 als zweizügige Einrichtung gebaut, aber seitdem durchweg dreizügig betrieben, wird ausgebaut. Wie die Erste Beigeordnete Beate Lehmann erläuterte, sei das Vorhaben zu 40 Prozent förderfähig, der Antrag müsse aber bis Ende August eingereicht sein. Dazu sei eine komplette Vorplanung nötig. Die solle nun Architekt Thomas Näther, der schon der Erstbau plante, vornehmen. Laut Rathaus sei ein zusätzlicher Platzbedarf von etwa 420 Quadratmetern Nutzfläche ermittelt, ein architektonischer Vorentwurf Näthers (siehe Skizze) bereits im Technischen Ausschuss vorgestellt worden.

- Weil wegen der Raumnot in der Schule auch Teile der Stadthalle zu schulischen Zwecken genutzt werden sollen, muss die Stadt dort laut neuesten Vorschriften eine Hausalarmanlage einbauen. Kosten: 40 000 Euro.

- Das Sportcenter soll dauerhaft repariert werden. Laut Bauamtschefin Uta Richter hat die provisorische Abdichtung der undichten Fensterbänder mit Folie (die LVZ berichtete) auch bei den jüngsten Starkregenfällen verhindert, dass neues Wasser eintritt. Das lasse den Schluss zu, dass damit auch tatsächlich die Fehlerquelle gefunden sei, so Richter. Laut Konzept von Sportcenter-Architekt Thomas Näther kostet die Reparatur der undichten Fensterbänder etwa 50 000 Euro, weitere knapp 35 000 Euro würden benötigt, um zu tief liegende Dachgullys anzuheben und Styropor-Dachteile gegen solche aus Steinwolle auszutauschen. Nochmals etwa 40 000 Euro soll die Reparatur und Trockenlegung des Hallenfußbodens kosten. Die Maßnahmen können nun in den Sommerferien durchgeführt werden. Der Eilbeschluss veranlasste den designierten Bürgermeister Jens Spiske (Unabhängige Wähler Markranstädt) in der Bürgersprechstunde zu formulieren, dass er sich freue, dass der Stadtrat wieder in der Lage sei, schnell Beschlüsse zu fassen. Aber ob das Geld wirklich genüge für die Reparatur, wollte er wissen. Lehmann sagte, fürs Dach ja, beim Fußboden sei es erst ein Anfang.

- Das umstrittene Grundstück Leipziger Straße 20-24 soll als Ganzes entwickelt werden. Der Stadtrat gab den Weg frei, dass ein Teil der Fläche an die Handwerkerfamilie Geppert verkauft werden kann. Auf der städtischen Fläche wäre laut Konzeption eine Kita mit bis zu 50 Plätzen oder ein nicht-großflächiger Einzelhandel wie etwa ein Drogeriemarkt möglich. Damit endet ein jahrelanger Streit um die Fläche, der zuletzt vor Gericht zu einer Pattsituation führte und die Entwicklung gänzlich lähmte. Wenn möglich, sollen die aufstehende Gebäude noch vor der Umgestaltung der Leipziger Straße abgerissen werden.

- Die alte Vergabeordnung der Stadt muss wegen geänderter gesetzlicher Rahmenbedingungen aufgehoben werden. Wie Lehmann erläuterte, solle stattdessen eine Dienstanweisung ans Rathauspersonal sicher stellen, dass heimische Firmen bei Aufträgen zum Zuge kommen.

- Die Freiwillige Feuerwehr Großlehna/Altranstädt erhält einen neuen, gebrauchten Mannschaftstransportwagen. Er ersetzt das Fahrzeug, das im vorigen Herbst gestohlen und mit starken Schäden wie verbogenen Türen, herausgerissenem Kabelbaum und Löchern im Boden wiedergefunden wurde. Die Kripo ermittle noch, so die Stadt. Der Gebrauchtwagen mit Garantie kostet 21 500 Euro.

- Sabine Teutschbein (CDU) rückt für den wegen gesundheitlicher Gründe ausgeschiedenen Stadtrat Frank Schalle nach. Gemäß der Stimmen bei der Wahl hätte ein anderer Kandidat nachrücken müssen, der machte jedoch ebenfalls gesundheitliche Gründe geltend.

- Tino Glinth ist neuer Ortswehrleiter von Lindennaundorf, sein Stellvertreter heißt Sven Frommolt. Der Stadtrat musste noch dem Wahlergebnis der Kameraden zustimmen.

- Die städtische Tochterfirma Markranstädter Bau- und Wohnungsverwaltungsgesellschaft wird für weitere fünf Jahre die Grünflächen-, Graben- und Spielplatzpflege sowie die Winterdienstleitungen auf den Gehwegen übernehmen. Laut Lehmann hat der Vertrag ein Volumen von jährlich gut 500 000 Euro.

- Wegen Lohnanpassungen in den Awo-Kitas sind dort die Betriebskosten im Vorjahr gestiegen. Der Fehlbetrag soll im Wesentlichen mit den Überschüssen verrechnet werden, die in den anderen Einrichtungen anfielen. Weitere 16 000 Euro sollen aus den Mittel der Gesamtdeckung entnommen werden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 06.07.2013

Jörg ter Vehn

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