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Markranstädt Städtische Baufirma steigert Gewinn und plant Großprojekt an Lützner Straße
Region Markranstädt Städtische Baufirma steigert Gewinn und plant Großprojekt an Lützner Straße
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07:00 13.12.2016
Schmuckstück: In die Sanierung des ehemaligen Kaiserlichen Postamtes floss im Vorjahr das meiste Geld der städtischen Wohnungsbaufirma. Quelle: Andre Kempner
Markranstädt

Gute Zahlen legte die städtische Markranstädter Bau- und Wohnungsverwaltungsgesellschaft (MBWV) jetzt für das abgeschlossene Haushaltsjahr 2015 im Stadtrat vor. Der Gewinn stieg gegenüber 2014 um knapp 100 000 Euro auf 423 000 Euro.

Geschäftsführer Frank Sparschuh kündigte an, das Geld unter anderem in das neue große Bauprojekt der MBWV am Dreieck Lützner Straße/Krakauer Straße investieren zu wollen. „Im Frühjahr wollen wir dort beginnen“, sagte er. Öffentlich vorgestellt wurden die Pläne dafür noch nicht.

2,4 Millionen Euro habe das Unternehmen in 2015 investiert, vornehmlich in die Sanierung des alten kaiserlichen Postamtes am Bahnhof, aber auch etwa in ein großes Gebäude in Räpitz. Insgesamt sei die Leerstandsquote der MBWV bei 588 eigenen Wohnungen (2014: 604) zwar von 4,9 auf 5,9 Prozent gestiegen, bewege sich aber im normalen Bereich, meinte Sparschuh. Die Quto liege deutlich über der von vier Prozent, ab der der Freistaat Investitionen in den Sozialen Wohnzungsbau für nötig erachte. Indirekt wies er damit Forderungen etwa der Linken zurück, die preiswerten Wohnraum im neuen Baugebiet an der Ranstädter Mark schaffen wollte.

Instandhaltung gehe bei der MBWV vor Neubau, die Aufwendungen dafür seien im Jahr 2015 um knapp 100 000 Euro gegenüber dem Vorjahr auf 468 000 Euro gestiegen. Bei rund 35000 Quadratmeter Wohnfläche habe die MBWV einen Marktwert von rund 50 Millionen Euro, sagte er nicht ohne Stolz.

Die Tochterfirma Wohnservice Markranstädt (WSM), habe bei knapp 1,2 Millionen Euro Umsatz rund 1459000 Euro zum Gesamtgewinn beigetragen, so Sparschuh. Die WSM, zuständig etwa für Grünschnitt und Hausmeisterdienste, mache inzwischen nur noch die Hälfte ihres Umsatzes in Markranstädt.

Der Aufsichtsratsvorsitzende Volker Kirschner (CDU) empfahl, dem Vorschlag Sparschuhs zur Verwendung des Überschusses zuzustimmen. Und die Erste Beigeordnete Beate Lehmann lobte die Bedeutung der MBWV für die Stadtgestaltung und für die künftige Vermarktung der Ranstädter Mark. „Als Stadt können wir froh und dankbar sein, dass die Firma auf so stabilen positiven wirtschaftlichen Füßen steht“, sagte sie.

Weitere Beschlüsse:

– Hans-Jürgen Berg (Linke) scheidet aus dem Stadtrat „aus wichtigen persönlichen Gründen“ aus. Für ihn rücke Ursula Schuster nach, kündigte Fraktionschefin Heike Kunzemann an.

– Für den Ausbau des Häuerweges in Gärnitz wird die Stadt doch noch 237 000 Euro Fördergeld erhalten. Gestartet worden war der Bau nur mit Eigenmitteln. Durch eine Änderung der Straßenbaurichtlinie konnte die Stadt nachträglich Geld einwerben. Die Kosten des Baus sind inzwischen von 312 000 Euro auf 353 000 Euro gestiegen.

– An der Schachtbahn darf gebaut werden. Einstimmig stimmten die Stadträte der Satzung des innerstädtischen Bebauungsplanes zu. Möglich werden dort etwa zwei Dutzend Ein-, Doppel- oder Reihenhäuser sowie zwei Mehrgeschosser nahe dem Handwerkerhof. Zu Fuß und Rad gibt es einen Weg hindurch zum See.

Von Jörg ter Vehn

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