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Markranstädt Stiftung gibt 10 000 Euro für Gemälde-Restaurierung
Region Markranstädt Stiftung gibt 10 000 Euro für Gemälde-Restaurierung
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20:44 06.12.2018
In der Kirche Kulkwitz wurden mittelalterliche Wandmalereien entdeckt. Quelle: André Kempner
Markranstädt

Die mittelalterlichen Malereien in der Chorapsis der Dorfkirche in Kulkwitz werden weiter freigelegt, konserviert und restauriert. Die private Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) stellt dafür in diesem Jahr 10 000 Euro zur Verfügung. Möglich wurde die Zuwendung durch eine zweckgebundene Spende der Symphasis-Stiftung. Die Kulkwitzer Kirche ist eines von 770 Projekten, die die Stiftung Denkmalschutz in Sachsen dank Spenden und Mittel der Lot­terie Glücks-Spirale allein im Freistaat fördern konnte. Ein entsprechender Vertrag werde Pfarrer Michael Zemmrich in den nächsten Tagen zugesandt, heißt es seitens der Stiftung.

Vor drei Jahren wurden die großflächigen Malereien im Chorraum der Kirche des Markranstädter Ortsteils entdeckt. Sie stammen aus dem beginnenden 13. Jahrhundert und sind gut erhalten. Zu sehen sind unter anderem die Majestas Domini, Christus auf dem Thron, eingerahmt von Bildnissen der vier Evangelisten. Die Kirche, eine romanische Chorturmkirche, wurde um 1200 erbaut. Sie zählt zu den ältesten Gotteshäusern in Sachsen. Der Altaraufbau stammt von 1708.

In den 1960er-Jahren wurde die Kirche komplett leergeräumt. Auch heute ist – bis auf eine Empore – keine Innenausstattung zu finden. Die Außensanierung wurde bereits im Jahr 2009 abgeschlossen. In diesem Jahr wurde außerdem die Kassettendecke im Kirchenschiff entdeckt.

In den nächsten Jahren seien weitere Freilegungen geplant, so die Deutsche Stiftung Denkmalschutz. Ziel sei die Konservierung der Malereien und die Schaffung einzelner Sichtfenster.

Von Linda Polenz

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