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Markranstädt Straße offen, aber Bus-Umleitung nicht mehr zu ändern
Region Markranstädt Straße offen, aber Bus-Umleitung nicht mehr zu ändern
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17:35 22.10.2015
Wegen Verzögerungen beim Leitungsbau in der Blumenstraße in Seebenisch droht der trotzdem in Kraft gesetzte Umleitungsfahrplan für die Buslinie 61 zur Posse zu werden. Quelle: Kempner
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Markranstädt

Stellen Sie sich vor, die Straße ist frei, aber der Bus fährt trotzdem die Umleitung: Diese Posse wird sich ab dem heutigen Freitag in Markranstädt bei der Linie 61 ergeben. Es gehe nicht anders, heißt es zur Erklärung.

Wie berichtet, arbeiten die Kommunalen Wasserwerke Leipzig (KWL) in der Seebenischer Blumenstraße an den Abwasserleitungen. Dabei ist es zu Verzögerungen gekommen, so dass nicht wie geplant am heutigen Freitag der nächste Bauabschnitt in der Ernst-Thälmann-Straße begonnen werden kann. Die Straße bleibt vorerst offen, die Umleitung muss der Bus aber trotzdem fahren.

Eine Änderung sei aus technischen Gründen nicht mehr möglich, bat KWL-Sprecherin Katja Gläß am Donnerstagnachmittag auch für die LVB um Verständnis. Im Hintergrund einer solchen Umleitung liefen eine Reihe von organisatorischen Prozessen ab, die nicht so schnell umzustellen seien. Die Strecke selbst und die Fahrtzeiten seien neu geplant, auch in Kundensysteme eingepflegt worden, die Dienstpläne komplett angepasst und die Ablösung der Fahrer neu sortiert worden. So etwas brauche Zeit.

Wegen der Baumaßnahme in Seebenisch hatten die LVB beizeiten einen Umleitungsfahrplan für die Buslinie 61 ausgearbeitet. Normalerweise fährt der Bus ab Gärnitz eine Runde über die Ortschaften Thronitz, Schkölen, Räpitz, Schkeitbar und Seebenisch zurück nach Gärnitz. Bei gesperrter Ernst-Thälmann-Straße in Seebenisch geht das jedoch nicht. Der Bus soll nun direkt zwischen Gärnitz und Schkeitbar pendeln, den gleichen engen Rückweg nehmen, Seebenisch gar nicht anfahren. Auch die Stadt Markranstädt hatte KWL und LVB auf die Verzögerungen und noch unnütze Umleitung hingewiesen – vergebens.

Bei einer Bauberatung am Donnerstagnachmittag kamen KWL und Baufirma überein, trotz rund zwei Wochen Verzug nun Arbeiten in der Ernst-Thälmann-Straße vorzuziehen, die Straße schon ab Mitte der Woche zu sperren.

Zu dem Verzug in der Blumenstraße sei es gekommen, weil es unerwartete Probleme bei der Grundwasserabsenkung an der Baugrube gegeben habe, so Gläß. Zudem sei der Leitungsbestand im Boden anders ausgefallen als in den Plänen verzeichnet, eine Notwasserleitung sei daher verlegt worden. Nicht zuletzt seien die Bauleute unter anderem auf Betonablagerungen im Boden gestoßen, die entfernt werden mussten.

Von Jörg ter Vehn

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