Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Markranstädt Straßenbau mal anders: „Ein richtig großes Lob“
Region Markranstädt Straßenbau mal anders: „Ein richtig großes Lob“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:00 18.11.2016
Raus aus der Betonrinne: Der umverlegte Zschampert samt Stützwand und Amphibienschutz. Quelle: Andre Kempner
Anzeige
Markranstädt

Viel Lob für eine öffentliche Baumaßnahme – das gibt es nicht allzu oft in Markranstädt. Beim Umbau der Ortsdurchfahrt Göhrenz, die der Kreis durchführen lässt, kommt Ortsvorsteherin Ingrid Barche aber ins Schwärmen.

„Das sieht richtig toll aus“, meint die Stadträtin. Aktuell neige sich wieder ein Bauabschnitt - diesmal der vor den ehemaligen Schachthäusern zwischen „Drei Linden“ und dem Ausbauende der B 186-Kreuzung - dem Ende entgegen, und es sei wieder alles „richtig professionell“ abgelaufen, schätzt sie den Bau aus ihrer Sicht ein.

Kleine Fragen, die immer mal auftauchten bei großen Baumaßnahmen, seien direkt mit Bauleiter Alexander Krusch besprochen und geklärt worden. „Der war auch dreimal bei uns im Ortschaftsrat, hat dort Rede und Antwort gestanden“, so die Ortschefin. „Ein richtig großes Lob an ihn und die Baufirma Reif.“

Die bisherigen Arbeiten seien auch vom Aktionskreis Barrierefreies Markranstädt besichtigt und für gut befunden worden, erzählt Barche. „Wir haben Lutz Gatter vom Aktionskreis hier gehabt, er hat sich alles angeschaut, ist die Abschnitte mit dem Rollstuhl abgefahren - alles in Ordnung“, sagt sie.

Einiges bleibt noch zu tun. Am Donnerstag setzten die Mitarbeiter die Bordsteine für den Fußweg an der nördlichen Straßenseite. Modelliert wurde auch noch an der Einfassung des renaturierten Zschampert, der aus seinem Betonbett geholt und ins Erdreich ein paar Meter seitwärts umverlegt worden war. Eine grüne Stützwand an der der Straße abgewandten Seite soll helfen bei der Einfassung des Baches, aber auch die Amphibien des benachbarten Offenlandes fernhalten von der Straße.

Beim Landkreis sieht Projektleiter Michael Gey den Bau ebenfalls auf einem guten Weg. Auch in der Kostenberechnung sei der Bau geblieben. „Es hat alles gut funktioniert, das ist nicht alltäglich“, weiß auch er. Insgesamt sei die Maßnahme gut vorbereitet gewesen, das habe sich ausgezahlt.

Bis Ende November werde wohl die restliche Fußwegpflasterung fertig sein, dann der Bauabschnitt am 9. Dezember wieder für alle freigegeben. „Über den Winter kann dann auch der Bus wieder normal fahren“, kündigt Gey an.

Je nach Witterung werde im nächsten Jahr der letzte Bauabschnitt von der provisorischen Buswendeschleife am Radweg in Richtung Albersdorf begonnen. Die Baufirma habe vorsorglich als Termin Ende Januar genannt. Geplant sei, diesen Abschnitt dann Ende August 2017 fertig zu stellen. Insgesamt veranschlagt der Kreis für den Neubau der Ortsdurchfahrt 2,5 Millionen Euro.

Von Jörg ter Vehn

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Mit „Jens“ hat’s Markranstädt. “Jens der Dritte“ (Meißner) übernahm Freitag beim Karnevalsauftakt mit seiner Prinzessin Jacqueline die Macht im Rathaus. Ihren erkrankten Stadtchef bedachten die Narren des Markranstädter Carneval Clubs (MCC) aber trotzdem.

11.11.2016

Am Freitagmorgen haben in Markranstädt gleiche mehrere Strohballen an zwei verschiedenen Orten aus bisher unbekannter Ursache gebrannt.  

11.11.2016

Die Jugendarbeit in Markranstädt soll sich ändern. Grund: Immer weniger junge Leute finden trotz modernen Angebotes von Geo-Caching bis Musikband von selbst den Weg ins JBZ.

09.11.2016
Anzeige