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Markranstädt Streifen der Stadt sprechen 114 Verwarnungen gegen Besucher aus
Region Markranstädt Streifen der Stadt sprechen 114 Verwarnungen gegen Besucher aus
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07:00 15.12.2017
Schilder wir dieses weisen auf die Regeln am Kulkwitzer See hin. Dennoch hat das Ordnungsamt wieder etliche Verstöße in diesem Jahr festgestellt. Quelle: A. Kempner
Markranstädt

Mit viel Aufwand drängt die Stadt Markranstädt auf Ordnung und Sicherheit am Westufer des Kulkwitzer Sees. So waren Ordnungsamt und beauftragte Security-Firma zwischen Mai und September in diesem Jahr 350 Stunden zu Streifen am See unterwegs. 114 Verwarnungen wurden dabei verteilt, die meisten noch mündlich ausgesprochen.

Viele Benutzer wissen es offenbar trotz Beschilderung noch immer nicht: Am Kulkwitzer See ist auch auf Markranstädter Seite nicht alles erlaubt. Eine Benutzungssatzung regelt detailliert, was geht und was nicht. So ist es verboten, ohne Genehmigung dort Waren zu verkaufen, zu zelten oder zu schlafen, im Badebereich Tiere mitzunehmen, diese ohne Leine zu führen, Feuer zu machen und zu grillen, zu lärmen, Dreck zu hinterlassen und natürlich etwas zu beschädigen oder gar zu stehlen.

Insgesamt habe es 114 Verwarnungen gegeben, so Ursula Wagner vom Rathaus. „Die meisten Ordnungswidrigkeiten wurden zu Verunreinigungen festgestellt“, zog die zuständige Fachbereichsleiterin beim letzten Stadtrat ein kurzes Resümee zu den Kontrollen am See. 30 Mal seien die Kollegen dazu tätig geworden. 24 Ordnungswidrigkeiten seien zu Feuer und Grill festgestellt worden, 20 Mal wegen Tieren im Badebereich. Zu unerlaubtem Lärm seien 18 Mal Verwarnungen ausgesprochen worden, zu Tieren ohne Leine 15. Vier Anzeigen wegen Diebstahl/Beschädigung seien ausgestellt worden, drei Ordnungswidrigkeiten zu unerlaubtem Zelten.

Insgesamt seien die Schwerpunkte auf mündliche Verwarnungen gelegt und damit gute Erfahrungen gesammelt worden, erklärte Wagner. Wenn Personen etwa unerlaubt gegrillt und Müll am Platz hinterlassen hätten, seien diese aufgefordert worden, das Feuer zu löschen und den Müll auch wieder mitzunehmen, sagte sie. Vier Fünftel der Verwarnungen seien so mündlich erteilt worden, nur der Rest schriftlich verfasst.

Im November habe es darüber hinaus auch ein Gespräch mit den ansässigen Vereinen zu den Themen Lärm und Parkplätzen gegeben. „Dort wurden alle sensibilisiert, auf ihre Mitglieder zu wirken, dass private Feiern nach 22 Uhr entsprechend moderat verlaufen“, erklärte Wagner. So könnten weitere Beschwerden und Lärmbelästigungen reduziert werden, hoffte sie.

Das Ordnungsamt des Rathauses teilt sich mit einer privaten Sicherheitsfirma die Streifen am See. Von den insgesamt 350 Stunden der Kontrollen zwischen Mai bis September seien 217,5 Stunden vom Amt und 132,5 von der Firma abgeleistet worden, so Wagner.

Von Jörg ter Vehn

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