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Streit um "Toilettenschlösschen"

Streit um "Toilettenschlösschen"

Wieviel Toilette brauchen Besucher der Strandpromenade am Westufer des Kulkwitzer Sees? Und muss das stille Örtchen nicht ganz woanders stehen als wie geplant am Parkplatz Oststraße? Um diese Fragen ist beim jüngsten Stadtrat in Markranstädt ein Streit entbrannt.

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"Toilettenschlösschen": Diese Gebäude an der Oststraße soll WC-Haus werden.

Quelle: André Kempner

Markranstädt. Das Rathaus hatte - wie berichtet - ein leerstehendes Häuschen am Parkplatz als Sanitärgebäude vorgesehen. Inzwischen hat jedoch die Landesdirektion eine Rückzahlung der bereits geflossenen Fördermittel angedroht, wenn Parkplatz und WC-Häuschen wie geplant von Leipzig-Seen betrieben werden, die auch andere Flächen am Ufer wie etwa das Strandbad bewirtschaften. Parkplatz und WC müssten entweder von der Stadt selbst betrieben oder per öffentlicher Ausschreibung vergeben werden, hieß es. Allein für den Betrieb des WCs schätzte die Stadt die jährlichen Kosten aber auf rund 7800 Euro. Vandalismusschäden, wie am See leider bislang üblich, seien da noch nicht enthalten, erklärte die Stadt den Räten und bat um erneute Diskussion.

Rosel Glöckner, (SPD) fand eine öffentliche Toilette am See immerhin besser als keine. "Aber muss es dort sein?", fragte sie. Schließlich sei etwa der Zugang für Behinderte zum See ganz woanders. Dort würde das Haus Sinn machen. Die Erste Beigeordnete Beate Lehmann erinnerte daran, dass für dieses Gebäude die Baugenehmigung vorliege, die Erschließung schon fertig sei, die Maßnahme vom letzten Stadtrat auf den Weg gebracht worden sei, der auch den Schandfleck beseitigen wollte.

Monika Rau (FWM) hielt den Standort für falsch, den Umbau für "eine Verschwendung von Steuergeldern". Fraktionschefin Kirsten Geppert meinte, die Stadträte seien zu spät eingebunden worden in die Pläne. Eddy Donat (ebenfalls FWM) nannte das WC mit Vier-Damen-, drei Herren- und einem Behinderten-WC ein "Toilettenschlösschen, über das andere lachen", versprach er. Und Stadtrat Winfried Busch (SPD) bezeichnete die WC-Anlage als "Mercedes mit Goldleiste". Wer solle das betreiben, kritisierte er die Pläne der Stadt, den Betrieb des Häuschens auszuschreiben.

Michael Unverricht (CDU) sagte, er verstehe die ganze Aufregung nicht. Die Seepromenade sei inzwischen schön hergerichtet, eine Toilette fehle aber bislang, gehöre aber zwingend an den See. "Es geht auch um die Attraktivität des ganzen Sees", mahnte er. Eddy Donat bat, doch über die letztliche Ausstattung des Hauses noch mal reden zu dürfen. Bei zwei Nein-Stimmen entschieden die Räte, das Sanitärgebäude weiter zu sanieren und den Betrieb öffentlich auszuschreiben.

Die Fertigstellung soll rund 70 000 Euro kosten, 75 Prozent davon fließen als Fördergeld. Für rund 35 000 Euro wurden bei der Sanierung des Parkplatzes Oststraße bereits die benötigten Hausanschlüsse für die WC-Anlage unter die Erde gelegt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 10.02.2015
Jörg ter Vehn

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