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Markranstädt Tante Anet eröffnet gesunden Laden für Lebensmittel
Region Markranstädt Tante Anet eröffnet gesunden Laden für Lebensmittel
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07:00 14.10.2017
Hereinspaziert: Anet Brandes eröffnet in Seebenisch ihren Laden. Quelle: Kempner
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Markranstädt

Tante-Emma-Läden gibt es kaum noch. Gerade im ländlichen Raum ist dadurch eine Nahversorgung mit Waren des täglichen Gebrauchs kaum noch vorhanden. Außer in Seebenisch. Da eröffnet demnächst Tante Anet.

Wer es nicht kennt, fährt glatt dran vorbei. Bunter Wein rankt am Hinterhaus der Ernst-Thälmann-Straße 50 empor, „Lebensmittel“ ist einfach nur draußen drangemalert. „Ja, Schilder fehlen noch“, seufzt Anet Brandes. Aber drinnen hat sie ein kleines Wunder geschaffen: Moderne Kühlgeräte, praktische Regale aus Holz und Edelstahl, große Körbe, ein kleiner Backofen, ein hübscher Tresen – auf den wenigen Quadratmetern der ehemaligen Garage samt Heizhaus hat sie die Basis für ein besonderes Nahversorgungszentrum geschaffen. Ein ganz modernes.

„Vom Apfel bis zur Zahnpasta“ werde es bei ihr alles Nötige geben, erzählt die 43-jährige gelernte Einzelhandelskauffrau. Nicht alles in -zig Sorten, aber durchweg gute Qualität. Und was nicht da ist, könne schnell beschafft werden. Das Angebot werde wachsen, passe sich den Wünschen der Kundschaft an, sagt sie.

Als „gesunde Alternative zum Supermarkt“ sieht sie ihr Lädchen. Denn die bei ihr verkauften Lebensmittel seien naturbelassen, unbehandelt, „so ursprünglich wie früher“, erzählt sie. Frisches Fleisch von ganz ausgewählten Landwirten in Sachsen werde sie im Angebot haben, ebenso frisches Gemüse aus der Nachbarschaft, dazu Bio-Produkte wie etwa von der Firma Rapunzel und regionale Produkte wie etwa der Weinkelterei Schauss in Seebenisch.

Anstoß für ihr Geschäft seien neben den ungünstigen Arbeitszeiten in der Branche, in der sie weiterhin zwei Tage die Woche als selbstständige Handelsvertreterin arbeitet, Bekannte und Nachbarn gewesen. Die müssten mitunter sehr viel Zeit dafür aufwenden, ihre gesunden Lebensmittel von hier und da einzukaufen. Dazu gebe es in der Siedlung auch betagtere Leute, die gerade zum Wochenende hin immer mal etwas benötigten, und junge Leute, die sich sehr bewusst ernährten. Für den Erfolg des Lädchens müsste das als Kundschaft genügen, glaubt sie ganz fest. Als Kauffrau wisse sie ganz gut, dass manches auch etwas Geduld benötige. Apropos Zeit: Die will sie sich auch selber nehmen, um mit ihren Kunden zu plaudern und die Hetze des Tages etwas abklingen zu lassen.

Drei Tage in der Woche werde sie ihren Laden mit seiner Mischung von Tante Emma und gesunder Ernährung vorerst öffnen, donnerstags und freitags von 9 bis 18 Uhr, samstags von 8 bis 12 Uhr. Eine Belieferung könne es auch nach Absprache geben. Eröffnung sei am Freitag, dem 27. Oktober.

Aktuell sei sie noch auf der Suche nach weiteren regionalen Erzeugern, die eine Vertriebsmöglichkeit für ihre Produkte suchen. Gern helfe sie bei der Umsetzung. Kontakt: anet-brandes@web.de

Von Jörg ter Vehn

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